Gangelt - Familie Hängebauchschwein treibt sich auf Gangelts Straßen rum

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Familie Hängebauchschwein treibt sich auf Gangelts Straßen rum

Von: jpm
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Schweine
Ein vergüglicher Familienausflug nach Niederbusch: Dieses Foto entstand in der Dorfstraße. Foto: Verena Gerrist

Gangelt. Gangelt wird größer und größer. Jüngst haben sich auch einige Schweine zu den vorhandenen Einwohnern gesellt. Sie haben auch schon einige Einsätze von Polizei und Ordnungsamt nach sich gezogen, wobei dieser Umstand offenbar eher mit Unsicherheit von Seiten der Alteingesessenen zu tun hat als mit saumäßigem Betragen der Neulinge.

Wie die beiden Behörden unserer Zeitung am Montag bestätigten, treiben die Schweine sich zwar mitunter uneingeladen auf Privatgrundstücken herum, verhalten sich aber ansonsten vorbildlich.

„Ungefährlich und fast zahm“

Es handelt sich nicht etwa um Wildschweine, sondern um eine Familie von sieben oder acht Hängebauchschweinen, die bislang vor allem im Bereich der Dreidörfergemeinschaft Stahe, Niederbusch und Hohenbusch gesichtet worden ist. Und da besonders in Niederbusch. Die Polizei etwa kann von einem Einsatz am Lambert-Schlun-Weg am vorvergangenen Wochenende und von einem weiteren an der Neutralen Straße vergangenen Sonntag berichten.

Beide Male hätten die Hängebauchschweine sich jedoch „ungefährlich und fast zahm“ gezeigt, fasst Sprecherin Angela Jansen die Einsatzprotokolle zusammen. Und wenn keine Gefahr ausgehe, sei das Ordnungsamt zuständig, an das die Angelegenheit dann auch vertrauensvoll weitergegeben wurde.

Das plötzliche Auftauchen der Tiere spricht natürlich dafür, dass sie nicht in Freiheit geboren wurden, ein weiteres Indiz dafür ist ihre Zutraulichkeit. Sie müssen also irgendwo ausgebüxt sein – oder wurden sie ausgesetzt? Der Gangelter Ordnungsamtsleiter Helmut Görtz hält Letzteres für ziemlich wahrscheinlich.

Wie er in Erfahrung bringen konnte, wurde vor rund zwei Wochen ein niederländischer Landsmann bei einem hiesigen Landwirt vorstellig und fragte, ob nicht Interesse an einer Hängebauchschweinfamilie bestehe, für lau! Was nach einem Angebot klingen mag, das man kaum ablehnen kann, war dem Landwirt jedoch nicht schmackhaft zu machen. Kurz darauf wurde dann die erste Hängebauchschweinsichtung aktenkundig. „Der zeitliche Zusammenhang ist ziemlich eindeutig“, sagt Helmut Görtz.

Man habe zwischenzeitlich versucht, die Tiere einzufangen, was jedoch nicht geglückt sei. Schießen dürfe man auf sie nicht. Helmut Görtz kann letztlich also nur den Rat geben, die Tiere einzusperren oder zu umzingeln, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Das Ordnungsamt würde sie dann abholen und ins Tierheim bringen.

 

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