Übach-Palenberg: Fabelwesen aus dem Wald zum Leben erweckt

Übach-Palenberg: Fabelwesen aus dem Wald zum Leben erweckt

Während gerade im Neubaugebiet Beyelsfeld Häuser gebaut werden, entstanden in der vierten Ferienwoche in der Nähe auf dem Abenteuerspielplatz „Am Bucksberg“ Fabelwesen aus anderen Welten. Für eine Woche reisten elf Kinder mit zwei Mitarbeiterinnen des Mehrgenerationenhauses in ein „Land der Elfen und Trolle“.

Bereits zum zweiten Mal fanden die viertägigen Ferienspiele als Ergänzung der regulären Ferienbetreuung des Vereins „Funtasie“ des städtischen Mehrgenerationenhauses statt. Vor einem Jahr hatte die Leiterin Doris Linden-Mahr den Versuch gestartet. Zum einen, um auszutesten, wie hoch das Interesse an weiteren Angeboten neben der dreiwöchigen Ferienbetreuung ist. Und zum anderen, um in dieser Woche ein bestimmtes Thema in den Mittelpunkt zu stellen: die Auseinandersetzung mit der Natur.

Deswegen machte man sich zunächst auf Suche nach Materialien aus der Natur zum Basteln der Fantasiewesen. Von einigen lebendigen Wesen wurden die Teilnehmer dabei überrascht: „Da tobt das Leben unter der Rinde“, versuchte Linden-Mahr, die Kinder mit den kleinen, krabbelnden Tieren vertraut zu machen. Ein dickes Stück Holz als Körper, dünne Äste als Arme und etwas Moos als Haare und Kleidung wurden zusammengestellt und schließlich unter freiem Himmel zu Elfen, Trollen und ihren Heimatwelten zusammengebaut.

Als Inspirationen erzählten Doris Linden-Mahr und ihre Assistentin Lena Wirtz Märchen über die Fabelwesen und beschrieben die Natur auf Island, dem besagten „Land der Elfen und Trolle“. Doch auch die Kinder selbst hätten ihre eigenen Vorstellungen gehabt und untereinander Geschichten ausgetauscht, so Linden-Mahr.

Sie war vom Einsatz der jungen Teilnehmer ganz begeistert: „Je länger wir gearbeitet haben, desto fantasievoller wurden sie.“ Auch wenn der Altersunterschied der Teilnehmer von sechs bis elf Jahren relativ groß war, waren alle mit gleichem Einsatz dabei. Nur beim Umgang mit der Natur hätten sich Unterschiede gezeigt, erzählte Linden-Mahr, doch das habe nicht am Alter gelegen.

Stattdessen bemerkte sie, die auch sonst Kurse über Natur und Kunst leitet, dass manche zu Beginn beim Basteln und Spielen in der Natur etwas überfordert gewesen seien und fragten: „Und was mache ich jetzt hier?“ Doch diese erste Verunsicherung habe sich dann schnell gelegt. Die Berührungsängste gegenüber der Natur zu verlieren, war ein Ziel des Ferienangebots.

Die Kinder sollten lernen, mit wenigen und natürlichen Materialien zu basteln und sich mit Fantasie zu beschäftigen. Dazu gehörte auch das freie Spielen an jedem Tag nach dem Bastelprogramm. Dann wurden Stöcke zu Pferdeleinen umfunktioniert oder im Gebüsch des Abenteuerspielplatzes eine Höhle gebaut.

Doch beim Spielen und Basteln draußen spielte auch das Wetter eine Rolle: Teilweise musste die Gruppe bei Regen unter das Dach vor dem Bauwagen des Abenteuerspielplatzes ausweichen und sich nach dem Basteln mit Kartenspielen beschäftigen. „Wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätten sie auch im Regen gespielt“, freute sich Doris Linden-Mahr über die Energie der Kinder.

(nika)