Europäische Union fördert freies Wlan in Geilenkirchen

Freies Wlan im Rathaus : Stadt gewinnt bei der EU 15.000 Euro

Jens Thelen, System-Administrator der Stadt Geilenkirchen, zählt zu den schnellsten IT-Spezialisten in europäischen Kommunen. Der Bruchteil einer Sekunde war entscheidend und spülte der Stadt Geilenkirchen 15.000 Euro in die Kasse.

Diese 15.000 Euro werden dazu verwandt, das Rathaus für alle Bürger mit Wlan auszustatten.

Die Europäische Kommission fördert mit „WiFi4EU-Ausschreibungsrunden“ in ganz Europa die Einrichtung von WiFi-Hotspots in öffentlichen Räumen, wie Rathäusern, Bibliotheken oder Museen. Eine erste Ausschreibung erfolgte im Jahr 2018: 2800 Gemeinden wurden ausgewählt, die einen Gutschein in Höhe von 15.000 Euro erhielten. Bei dieser zweiten Runde erhalten – so teilte es jetzt die Europäische Kommission mit – 3400 Gemeinden in ganz Europa einen Gutschein im Wert von 15.000 Euro. In Deutschland profitieren über 500 Städte und Gemeinden von der EU-Förderung. „Das ist wie ein Gewinnspiel“, sagt Jens Thelen, der für die Stadt Geilenkirchen bereits im vergangenen Jahr an der ersten Runde teilgenommen hat, aber bei der Registrierung nicht schnell genug war.

Wie der Geilenkirchener IT-Spezialist erklärt, kann jede Kommune in Europa die Fördergelder beantragen. Zu einer bestimmten Zeit, die den Städten mitgeteilt wird, wird ein Portal geöffnet, und die Kommunen müssen sich registrieren. „Das haben wir dann in weniger als einer Sekunde geschafft, nur die schnellsten Kommunen werden gefördert“, so Thelen.

Mit den 15.000 Euro sollen nun Access-Points gekauft werden, die für freies Wlan im ganzen Rathaus inklusive Bürgerbüro sorgen werden. Jens Thelen rechnet damit, dass dies noch in diesem Jahr geschehen wird. Bis 2020 plant die Europäische Kommission zwei weitere Aufrufe. „Wir werden uns weiterhin beteiligen. Denn unsere Stadt ist groß“, meint Thelen mit Blick auf viele weitere öffentliche Gebäude, für die man sich Freifunk erhofft.

Auf 51 Millionen Euro belief sich das Gesamtbudget der EU für diese zweite Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen. Mehr als 10.000 Städte und Gemeinden haben sich bei dieser zweiten Runde um einen der wertvollen Gutscheine beworben. Auch die Stadt Übach-Palenberg hat zum zweiten Mal ihr Glück versucht: vergebens.

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