Übach-Palenberg: Euregionale 2008: Klangbrücke jetzt „begehbar”

Übach-Palenberg: Euregionale 2008: Klangbrücke jetzt „begehbar”

„Wir werden heute die Klangbrücke begehbar machen.” So begrüßte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch am Montagabend die Gäste zwischen dem Willy-Dohmen-Park und der Freizeitanlage Wurmtal. Dort spannt sich schon seit geraumer Zeit ein mit Holz belegtes gebogenes Stahlgerüst.

„Klangbrücke” heißt das Objekt. Sie sollte einmal der Höhepunkt der „EuRegionalen 2008” sein - und wurde letztlich zum Zankapfel innerhalb der Stadtgrenzen und darüber hinaus. Immer noch ist ein Rechtsstreit anhängig, der Architekt dieses weltweit einzigartigen Objektes längst abgetaucht, die Klangspiele auf ein Minimum reduziert, die Windspiele völlig entfernt.

Die Brücke war zwar schon länger fertig, aber seit Montag erst wirklich begehbar. „Ich wähle bewusst diese Vokabel, denn die offizielle Eröffnung folgt später”, unterstrich der Verwaltungschef. Für diesen noch nicht näher genannten Zeitpunkt versprach er ein „großes Fest”. Zuvor hatte er beim Dienstantritt nach seinem Urlaub mit Ehefrau Gaby erfahren, dass der Brückenfreigabe nach langem Hin und Her nun nichts mehr im Wege stehe.

Da entschloss sich der Bürgermeister kurzfristig, einige Offizielle aus der Stadt einzuladen - von denen dann einige aufgrund anderer Verpflichtungen fehlten - und die Brücke zu erkunden.

„Ich muss gestehen, ich war schon einmal drauf”, gab Wolfgang Jungnitsch nicht ohne Stolz zu verstehen. Dies zu einer Zeit, als die Kommission des so genannten „Schwarzbuchs” des Bundes der Steuerzahler in der Stadt und am Objekt war. Doch all das Schlechte wollte der Ratsvorsitzende mit diesem kleinen Startschuss zur Freigabe vergessen machen. „Wir wollen diese Brücke schnellstmöglich und zum frühesten Zeitpunkt der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen”, hob er nochmals hervor. Schließlich sei schon lange genug darauf gewartet worden, verkehrssicher über die Klangbrücke zu gehen.

„Ein historischer Tag”, so Wolfgang Jungnitsch, mit dem die vielen negativen Schlagzeilen vergessen gemacht werden könnten. „Sie ist eine einmalige Geschichte”, schloss er, „ob man das Projekt schön findet oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt. Das ist ein Kunstwerk.” Allerdings stellte er selbst fest, dass die an dem Steg angesiedelten Parkflächen eindeutig zu klein dimensioniert sind. Gerade für einen möglichen künftigen Hauptzugang zum Willy-Dohmen-Park, der vor allem an schönen Wochenendtagen stark frequentiert ist, fehlen genügend Stellflächen.

Schließlich musste selbst der Verwaltungschef mit seinem Dienstwagen an der Straße parken, um danach den wirklich beeindruckenden Blick von der Brücke auf das nahe Wurmtal zu erleben.

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