Übach-Palenberg: Engagiert Übach-Palenberg einen Sicherheitsdienst?

Übach-Palenberg : Engagiert Übach-Palenberg einen Sicherheitsdienst?

Die Stadt Übach-Palenberg wird prüfen, ob sich die Sicherheit durch das Engagement eines privaten Sicherheitsdienstes erhöhen ließe.

Einem entsprechenden Antrag der CDU wurde mit den Stimmen von CDU, FDP-USPD und UWG zugestimmt. Wie in dem Antrag verdeutlicht wird, geht es den Christdemokraten eher um die gefühlte als um die tatsächliche Sicherheit. Die Zahl der Straftaten sei ja ausweislich Kriminalstatistik zuletzt gesunken. Dennoch sei es „notwendig, Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung frühzeitig und konsequent entgegenzutreten“.

Das Ordnungsamt könne „nur in zeitlich begrenztem Umfang“ Präsenz zeigen. Ein privater Sicherheitsdienst, der „insbesondere außerhalb der regulären Dienstzeiten des städtischen Ordnungsdienstes im Stadtgebiet“ patrouilliert, sei daher „eine sinnvolle Ergänzung“. Fraktionsvorsitzender Gerhard Gudduschat erinnerte zudem daran, dass Übach-Palenberg ausweislich Polizeistatistik in der Kriminalitätshäufigkeit auf Platz zwei im Kreis Heinsberg liegt — gleich hinter Geilenkirchen.

SPD und Grüne hingegen äußerten deutliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens. „Die Sicherheit lässt sich nicht dadurch erhöhen, dass ein schwarzer Sheriff nachts durch die Straßen schleicht“, sagte Frank Kozian, Vorsitzender der Grünen. Wenn man in diese Richtung etwas erreichen wolle, gehe dies nur über das Ordnungsamt.

Und Alf Ingo-Pickartz, Vorsitzender der SPD, hält es zwar grundsätzlich für gut, wenn die Stadt sich Gedanken zu dem Thema macht, stellte jedoch fest, dass ein auf offener Straße agierender Sicherheitsdienst kaum die gleichen Erfolge erzielen würde wie wenn er ein festes Objekt wie etwa das Rathaus beschützt.

In Geilenkirchen ist dies seit einiger Zeit der Fall, weil ein Sozialleistungsempfänger dort besonders im vergangenen Jahr wiederholt randaliert hat. Auch aus Übach-Palenberg ist bekannt, dass das Rathaus seine Mitarbeiter schon schützen musste, indem es private Sicherheitsdienste in Anspruch nahm.

(jpm)
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