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Übach-Palenberg/Marienberg: Endlich genug Platz für Comeniusschule

Übach-Palenberg/Marienberg : Endlich genug Platz für Comeniusschule

Bislang stapelten sich die Akten im Büro von Angelika Müller-Mingenbach bis in die letzte Ecke ihres kleinen Büros.

Und bislang mussten wichtige Kollegen- oder Elterngespräche genau da geführt werden, wo gerade Platz war. Doch damit ist an der Comeniusschule für Lernbehinderte an der Schulstraße bald Schluss, denn neue Räume sind schon in Planung.

Derzeit tanzt der Abrisshammer sein lautes Spiel im Bereich zwischen der Eingangshalle und der ehemaligen Dienstwohnung im linken Gebäudeteil.

Wo einst die evangelische Kirchengemeinde ein Büro hatte, wird künftig auf zwei Etagen der neue Verwaltungstrakt der Comeniusschule entstehen.

Der Beigeordnete für Planen und Bauen, Volker Schlüter, freute sich in diesem Zusammenhang darüber, dass die Kirche schon vor zweieinhalb Jahren den Altbau modern sanierte.

„Wir müssen nur einen neuen Zugang schaffen”, erklärte Schlüter im Gespräch mit unserer Zeitung.

Und dieser Zugang ist mit rund 2500 Euro veranschlagt. Im Übrigen ergäbe sich dann Platz für ein Lehrerzimmer, eine neue Verwaltungseinheit und ein Raum für das Konrektorenzimmer.

„Der Hintergrund ist, dass sich die Schülerzahlen auf einem für Übach-Palenberg hohen Niveau stabilisiert haben”, betonte Schulleiterin Angelika Müller-Mingenbach auf Anfrage.

So besuchen derzeit 118 Schüler die Comeniusschule, die in neun Gruppen unterrichtet werden. Doch für diese Gruppen stehen eigentlich nur acht Klassenräume zur Verfügung, ein eigentlich als Fachraum ausgelobtes Zimmer muss bislang als Klassenraum herhalten.

Dazu komme, so die Schulleiterin weiter, dass die bisherigen Räume nicht nur wenig Platz böten, sondern auch keinen Raum für die an derartigen Schulen eigentlich dringend nötigen, aufgeteilten Lernzonen bieten.

Doch auch hier ist schon Abhilfe in Sicht. So werden die bis vor Kurzem noch vom Deutschen Klöppelverband genutzten Kellerräume saniert und zu einem weiteren Klassenraum umgebaut.

Bis dahin nutzt der Hausmeister Norbert Frensch diese Räume, um gemeinsam mit Schülern alte Fahrräder vom Sperrmüll mit Hilfe weniger Neuteile in einen Fahrrad-Fuhrpark für die Schule zu verwandeln.

„Das ist etwas, was die Schüler interessiert”, unterstrich er. So hat er, teils gemeinsam mit den Schülern, schon die alten Fußböden und die aus Versicherungsgründen nicht mehr genehmigten Holzverkleidungen an der Wand entfernt.

Dahinter schimmert das blanke Mauerwerk des direkt nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Gebäudes durch, genauso wie am künftigen Durchbruch zum neuen Verwaltungstrakt.

Der neue Klassenraum im Keller soll nach dem Umbau schon ab Mitte kommenden Jahres nutzbar sein, der Verwaltungstrakt dagegen schon ab Ende Januar.

Damit sollen künftig auch „normale Arbeitssituationen” hergestellt werden, wie sie sich Angelika Müller-Mingenbach und ihre 13 Kollegen schon lange wünschen.