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Geilenkirchen: Eine „Zwitscherbande” zu Gast im Kindergarten St. Ursula

Geilenkirchen : Eine „Zwitscherbande” zu Gast im Kindergarten St. Ursula

Es piepste in der „Mäusegruppe” des Kindergartens St. Ursula in Geilenkirchen. Sechs erst wenige Stunden zuvor im Brutkasten geschlüpfte Hühnerküken sahen sich den erstaunten Blicken der jungen Menschenkinder gegenüber.

Seit Anfang der Woche stand der mit zehn „Zwerg Brahma”-Eiern bestückte Schaubrüter von Guido Beirowski bei der „Mäusegruppe”. Gespannt warteten Kinder wie Erzieherinnen auf das Ausschlüpfen der ersten Küken. Sogar einige Eltern warfen jeden Morgen einen Blick in den von allen Seiten einsehbaren „Brutapparat”, der eine konstante Temperatur von 37,7 Grad aufwies.

Guido Beirowski ist Heilerziehungspfleger und wohnt in Brachelen. Hier beschäftigt er sich hobbymäßig mit der Zucht und betreibt für seinen Verein „Edle Zucht Hückelhoven” Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen den Kindern die Natur und auch unser Hobby näher bringen”, nennt er die Intention seines Besuches im St. Ursula Kindergarten.

Dann war es soweit, die ersten von zehn Küken „pellten” sich aus dem Ei. Die Jungen und Mädchen der „Mäusegruppe” konnten dabei zusehen und erlebten die ersten „Gehversuche” der Kükenschar.

Von Beirowski erfuhren die Kinder, dass Hühner vom ersten Tag an dem Instinkt folgend nach Nahrung picken. „Oh wie süß!” Die frisch geschlüpften Küken faszinierten die Kinder, sie alle durften die „Zwitscherbande” einmal in die Hand nehmen. „Nicht zu feste drücken”, warnte die „Gruppenchefin” Josefine Lindner.

Auch Kindergartenleiterin Ilse Herbst schaute den Kindern dabei über die Schulter und erfreute sich am Anblick der jungen Küken. Guido Beirowski opfert seit drei Jahren viele Stunden seiner Freizeit für die Präsentation.

Er freut sich immer wieder über die Begeisterung der Jungen und Mädchen, wenn er mit seinen Küken Kindergärten oder Grundschulen besucht. „Bis zum 18. Tag bleiben die Eier bei mir zu Hause in der Brutmaschine, dann werden sie in den Schaubrüter umgelegt.” Ab dem 21. Tag schlüpfen die Hühnerkids dann. „Die sind aber stachelig”, komme es den Kindern oft über die Lippen, wenn sie die noch feuchten Küken direkt nach dem Schlüpfen sähen. Wenn sie dann aber in die Hand genommen werden, fühlten sie sich ganz weich an.