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Eine Glitzerwelt mit melodiöser Tiefe

Von: unserem Mitarbeiter Johannes Gottwald
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Die Advents- und Weihnachtszeit verbindet man zumeist mit getragenen und besinnlichen Melodien. Dass es aber auch anders geht, bewies die Big Band der Kreismusikschule.

Sie lud kürzlich zu einem Konzert unter dem Motto „Jazzy Christmas” in die Aula der Musikschule Übach-Palenberg ein.

„Jingle bell” fesselt

Auch wenn man hier in eine typisch amerikanische Glitzerwelt eintaucht, die das Weihnachtsfest auf eine etwas fragwürdige Art und Weise sentimental oder kommerziell umdeutet: Was die Musiker unter Leitung ihres Dirigenten Rainer Tegtmeyer dem zahlreich erschienenen Publikum boten, war Unterhaltungsmusik vom Feinsten.

Mit dem populären „Jingle bell” vermochte man die Zuhörer sofort zu fesseln, wobei die Solisten Elmar Schlebusch (Trompete) und Posaune (Christoph Arzt) mit glänzenden Einlagen überzeugten. Auch beim nachfolgenden „Silver bells” trat mit Hermann Gendrisch am Klavier ein Solospieler brillant in Erscheinung.

„Feliz Navidad” zeigte Weihnachten auf lateinamerikanische Weise, während beim „Christmas Song” Jan Henniken dem Flügelhorn besinnlichere Töne entlockte. „Santa Claus is coming to town” entfaltete den bekannten amerikanischen Vorweihnachtsrummel, bei dem Martin Frosch am Schlagzeug zu Hochform auflief, während „Blue Christmas” wieder in stillere Bahnen zurückführte.

Das Programm wurde aber auch durch weihnachtliche Texte aufgelockert, die von Theo Ortenstein vorgetragen wurden.

So bekam man eine Weihnachtsgeschichte aus Dubai zu hören, die von einem betuchten Ehepaar erzählt, das zur Abwechslung einmal in Arabien die Feiertage verbringen möchte. Was es dort erlebt, führt dann aber zu der weisen Erkenntnis, dass es zu Hause an Weihnachten doch viel schöner ist.

Rhythmisch auftrumpfend kam „The most wonderful time of the year” daher, gefolgt von „I heard the bells”, bei dem die Weihnachtsglocken aufklangen. Bei „Have yourself a merry little Christmas” bewies Elmar Schlebusch auch am Flügelhorn sein virtuoses Können, Artur Schäfer dagegen glänzte mit dem Tenor-Saxophon.

Nach „Sleigh ride” wusste Annemie Ortenstein in „Let it snow” als Alt-Saxophonistin zu gefallen; danach trug ihr Ehemann ein Gedicht mit dem Titel „Lametta” vor. Mit „White Christmas” setzte sich die weihnachtliche Schneeromantik fort.

Die ganze Palette ihres klanglichen und rhythmischen Könnens entfaltete die Big Band dann nochmals beim „Jingle bell rock”. Dagegen zeigte „Silent night” die sentimentale Seite des Weihnachtsfestes in der Neuen Welt, veredelt durch gefühlvolle Posaunen-Soli von Christoph Arzt und Theo Ortenstein.

Mit den ruhigen Klängen unter dem Weihnachtsbaum beschloss „O Christmas tree” den Reigen der „Jazzy Christmas”, die vom Publikum mit stürmischen Ovationen bedacht wurde.

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