Geilenkirchen: Ein Preis für die unauffälligen, stillen Helden des Alltags

Geilenkirchen: Ein Preis für die unauffälligen, stillen Helden des Alltags

Wenn man ihn mit anderen Pokalen oder Preisen vergleicht, fällt er in künstlerischer Hinsicht schon aus dem Rahmen: Der „Rolf“, eine 30 Zentimeter hohe Eisenskulptur, wird von der Geilenkirchener SPD zum dritten Mal als „Ehrenamtspreis“ verliehen.

Die Vorschläge sollen dabei aus den Reihen der Bürger kommen. Geschaffen hat die Skulptur der Künstler Willi Arlt aus Lindern, der Name Rolf erinnert an ein Urgestein der Geilenkirchener SPD, den 2012 gestorbenen Rolf Justen, der auch stellvertretender Bürgermeister von Geilenkirchen war.

Schon zwei Preisträger

Jürgen Plein hatte als stellvertretender Vorsitzender der Geilenkirchener SPD vor zwei Jahren gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden Christoph Grundmann die Idee für den Ehrenamtspreis, der bereits zweimal verliehen wurde. 2015 ging er an Karl-Heinz Nieren, der unter anderem mehr als 20 Jahre im Hilfskreis für Rumänien aktiv war und sich auch für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte Geilenkirchens engagiert. Michael Meyer, ehrenamtlicher Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen, erhielt den „Rolf“ 2016.

„Bei unseren Preisträgern geht es um Menschen, die sich für die Schwachen in der Gesellschaft stark machen“, sagt Jürgen Plein. Bundestagsabgeordneter Norbert Spinrath, ebenfalls stellvertretender Vorsitzender der Geilenkirchener SPD, spricht von „unauffälligen Helden“, Menschen die „gesellschaftsdienlich“ unterwegs sind, aber nie auf die Idee kämen, deshalb einen Preis zu verlangen. „Mich fasziniert, wie lange Menschen bei einer so aufwendigen Arbeit bei der Stange bleiben“, so Spinrath.

Obwohl es in jedem Jahr nur einen „Rolf“ gibt, hätten ihn viele Menschen verdient, „nämlich alle, die sich allein, in Gruppen oder in den vielen Vereinen für die Allgemeinheit engagieren“, sagt Jürgen Plein und erinnert daran, dass dies in Deutschland immerhin 23 Millionen Menschen sind.

Aufzählen lassen die Betätigungsfelder kaum, nur beispielhaft nennt Jürgen Plein die Kleiderkammern und Tafeln, die Flüchtlingsbetreuung aber auch die Jugendarbeit in den vielen Vereinen vom Sport bis zum Karneval. Verbunden mit dem Ehrenamtspreis ist übrigens ein Preisgeld von 500 Euro, außerdem wird der jeweilige Preisträger vom Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath nach Berlin eingeladen.

Über die Auswahl entscheidet eine Jury, der unter anderem Bürgermeister Georg Schmitz angehören wird. Verliehen wird der „Rolf“ am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamts, bei einer bunten Feier ab 19 Uhr im Saal Pongs in Geilenkirchen Immendorf.

Ab sofort sollten Vorschläge für den Ehrenamtspreis 2017 gemacht werden, nach Möglichkeit mit einer ausführlichen Begründung. Infrage können neben Einzelpersonen auch Gruppen oder Vereine kommen. Vorschläge kann jeder Bürger machen, allerdings darf niemand sich selbst vorschlagen. Zu richten sind diese Vorschläge an Jürgen Plein, Dürener Straße 88, 52511 Geilenkirchen, oder per E-Mail an juergen.plein@gk-spd.de.