Gangelt-Kievelberg: Ein neues Haus im alten Haus

Gangelt-Kievelberg: Ein neues Haus im alten Haus

Peter und Ursula Tendyra haben „was Altes mit viel Grundstück” gesucht, als sie sich 1987 eher durch Zufall aus Linnich kommend in Kievelberg niederließen.

Im kleinsten Dorf der Gemeinde Gangelt erstanden sie ein altes Anwesen, das sie heute, mehr als 20 Jahre später, immer noch umbauen. Allerdings haben sie sich von den zwölf Quadratmetern, die sie anfangs nur bewohnen konnten, mittlerweile deutlich ausgedehnt und sich zwischen Hastenrath und Buscherheide ein herrliches Refugium geschaffen.

Doch nun brauchte der alte Stall, der auf der Liste „Müssen-wir-noch-machen” stand, ein neues Dach. Allerdings hätte die alte Bausubstanz diesen massiven Eingriff wohl nicht überstanden.

Abreißen war auch nicht möglich, da dieser Bereich mittlerweile in einem Landschaftsschutzgebiet liegt und eine neue Baugenehmigung nicht erteilt worden wäre.

Dass Kievelberg mittlerweile von einem Landschaftsschutzgebiet umzogen ist, liegt daran, dass man um das gute Dutzend Häuser noch über einen intakten, nahezu geschlossen Streuobstwiesengürtel verfügt. Daran arbeiten die Tendyras auch mit, denn in ihrem Bereich pflanzen sie immer wieder neue Bäume an.

Doch was tun mit dem Stall? „Unsere drei Kinder brauchten auch mehr Platz”, so Peter und Ursula Tendyra. Da kamen beide zusammen mit einem Bau-Fachmann auf eine verwegene Idee: In das alte Gemäuer, das aufgearbeitet, mit Sonnenbäcker- und mit Feldbrandsteinen ergänzt und neu verfugt wurde, stellte man ein Holzhaus.

So entstand ein eigenständiges Haus, für das das Klinkerwerk der alten Scheune die Kulisse bildet. Nachdem die Holzwände von einer Fachfirma aufgebaut wurden, steht nun wieder Eigenleistung auf dem Programm.

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