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Übach-Palenberg: Ein lehrreicher Parcours gegen die Drogen

Übach-Palenberg : Ein lehrreicher Parcours gegen die Drogen

Der junge Mann in der blauen Uniform hat eine große Brille an, die an eine Taucherbrille erinnert.

Damit soll er einen Schlauch entlang gehen, doch schon bei den ersten Schritten scheitert er. Umstehende Jugendliche sind amüsiert, doch als sie selbst die so genannte Rauschbrille aufsetzen, merken auch sie, wie schwer es sein kann, zwischen zwei Linien, die das Auge damit erkennt, auszuwählen.

Die ungewöhnliche Situation war Teil des Aktionsnachmittags zur Drogenprophylaxe bei der Jugendfeuerwehr der Stadt Übach-Palenberg am Samstag im Gerätehaus Übach.

Dort standen Yvonne Michel, Suchtprophylaxefachkraft des Kreises Heinsberg, und Klaus Poschen von der AOK Heinsberg bereit, um den Kindern und Jugendlichen auf spaßige Art und Weise aufzuzeigen, wie sich der Umgang beispielsweise mit der Gesellschaftsdroge Alkohol gestaltet. Dazu bekamen die Jugendlichen die Rauschbrillen, die sie aufsetzen und dann verschiedene Aufgaben lösen mussten.

Besondere Aufgaben

Neben der eingangs erwähnten Schlauch-Linie waren dies ein Hindernis-Hütchen-Parcours mit Skateboard oder Roller, der Versuch, drei grüne Bälle in einen Kasten zu befördern oder aber die eigene Telefonnummer zu wählen.

Zum Abschluss des Parcours wartete noch eine besondere Aufgabe, die auf die jungen Wehrleute zugeschnitten war. Einer musste die Handspritze bedienen, während er die Brille auf hatte, und mit dem Wasserstrahl einen Plastikeimer vom Hydranten befördern. Gar nicht so leicht, was da alles so verlangt wurde.

Doch am Ende reifte bei den Jugendlichen die Erkenntnis, dass es zwar witzig aussehen mag, wenn sich ein Altersgenosse mit aufgesetzter Brille nur noch torkelnd fortbewegen kann. Dahinter steckt aber, darüber wurden alle Teilnehmer bestens aufgeklärt, die Erkenntnis, dass Drogen und Rauschmittel aller Art den Menschen, seinen Willen und Körperfunktionen so stark beeinträchtigen, dass nicht nur Arbeits- oder Dienstkollegen unschuldige Opfer berauschter Menschen werden können, sondern auch das engste Umfeld.