Übach-Palenberg: Drei gute Gründe, das Ü-Bad zu erhalten

Übach-Palenberg: Drei gute Gründe, das Ü-Bad zu erhalten

Wer Tim Böven am Samstagnachmittag auch nur ein wenig beobachtete, der sah öfters mal ein strahlendes Lächeln auf seinem Gesicht aufblitzen. Dazu hatte der Vorsitzende der Schwimmabteilung des VfR Übach-Palenberg auch allen Grund, war doch der gemeinsam mit dem Sponsor EWV aus Stolberg und der Stadt Übach-Palenberg initiierte „Sport-, Spiel- und Spaßevent“ im Ü-Bad ein voller Erfolg.

„Wir sind zufrieden“, sagte Böven nur kurz, ehe er wieder an einer anderen Ecke des vollen Bades organisatorisch gebraucht wurde. Im letzten Jahr dämmte noch die Wahl des Termins an Halloween vor allem bei den jüngsten Gästen den Besucherstrom etwas ein. Nichts davon war am Samstag zu spüren, zu Hunderten strömten die Gäste ins Bad.

Pfarrer Friedhelm Schippers berichtete in der evangelischen Kirche in Hünshoven über Ludolf Camphausen, einen erfolgreichen Sohn der Stadt. Foto: Markus Bienwald

Das war vor allem am Nachmittag der Fall, als die offiziellen Schwimmwettbewerbe zur offenen Stadtmeisterschaft in allen Altersklassen vorbei waren. „Man merkt doch, dass das Bad sich nun zunehmend füllt“, sagte Vertriebsleiter Axel Kahl vom Sponsor. Ihm oblag es, gemeinsam mit Tim Böven die Stadtmeister zu ehren und Medaillen, Urkunden und Präsente für die erreichten sportlichen Leistungen zu verteilen.

Das nasse Element wurde auf jede erdenkliche Weise genossen. Sei es bei den Stadtmeisterschaften (großes Bild), beim sprichwörtlichen Abtauchen mit dem Übacher Tauchteam (rechts oben) oder beim Sprungwettbewerb vom Ein-Meter-Brett. Foto: mabie

Damit die Gäste auch wussten, wer dort am Beckenrand auf das Siegertreppchen kletterte, sagte Herbert Lataster von den VfR-Schwimmern die einzelnen Starter an. Ohnehin hatte der schon mal scherzhaft als „The Voice of VfR“ bezeichnete Moderator und Pressewart des mit rund 1000 Mitgliedern größten Schwimmvereins im Bezirk Aachen am Mikrofon alle Hände voll zu tun.

Der Erste Schwimmer Tim Böven (r.) und Vertriebsleiter Axel Kahl (2.v.r.) vom Sponsor EWV zeichneten die Erstplatzierten der Stadtmeisterschaften im Schwimmen aus. Foto: mabie

Schließlich galt es, nicht nur die einzelnen Wettbewerbe anzukündigen, sondern auch die vielen Programmpunkte, die den drei großen S — Spiel, Sport und Spaß — im Namen des Events ihre Berechtigung gaben. Zugleich waren damit auch die drei wichtigsten Gründe für den Erhalt des Ü-Bads genannt.

Dank des fleißigen Teams vom Ü-Bad um Schwimmmeisterin Sabine Maass standen dabei zu allererst die ohnehin vorhandenen Einrichtungen des wunderschönen Bades bereit, um das Wasser „zum Kochen zu bringen“. Wer wollte, konnte sich beispielsweise bei den Sprungwettbewerben vom Ein- und Drei-Meter-Brett profilieren. Für die mal mehr, mal minder waghalsigen Versuche mit Schrauben, Kopfsprüngen oder auch Salti gab es dann Noten. „Von eins bis zehn war alles dabei, eine Null hat es nicht gegeben“, kommentierte Tim Böven die Leistungen der Gäste.

Die brauchten an diesem Nachmittag, der sich bis zur bunt beleuchteten Wasserdisco mit fetten Beats und einem Discjockey-Profi aus der Diskothek Himmerich in den Abend hinein ausdehnte, übrigens keinen Cent Eintritt zu bezahlen. Im Gegenzug bekamen sie ein pralles Aktionspaket: so führte später am Tag eine „Wackelbrücke“ über das Wasser im Becken, und natürlich gab es den einen oder anderen Teilnehmer, der mit lautem Klatschen, aber lachend ins Wasser eintauchte.

Tauchen war auch ein prima Stichwort für die Jungs vom Übacher Tauchteam. Die erfahrenen Trainer nahmen nicht nur Erwachsene, sondern mit vorliegender Einverständniserklärung auch Kinder mit auf die faszinierende Reise unter die strahlend blaue Wasseroberfläche. Ein paar Meter weiter ging es beim Wasserball ähnlichen Volleyball im Wasser um Kondition und Ausdauer, die diese anspruchsvolle Sportart abverlangt. Und flott abwärts durfte es auch mal gehen, denn natürlich war die in einer blauen Röhre außen am Ü-Bad entlanggeführte Rutsche auch aktiv, um neue Bestzeiten aufzunehmen.

Damit in diesem Trubel auch alles gut klappte, war rund ums Becken und auch in den Ruhezonen ein Heer von Freiwilligen aktiv. „Wir haben sicherlich mehr als 50 Leute im Einsatz“, berichtete Tim Böven, „dazu kommen noch die Mitarbeiter des Ü-Bades und der DLRG, die uns hier nicht nur mit Vorführungen tatkräftig unterstützen“.

Vorfreude auf kommendes Jahr

Darauf konnte Böven am Ende eines langen Tages in der Schwimmhalle stolz sein, und alle dürfen sich schon auf das nächste Jahr freuen. Denn dann werden die drei großen S im Ü-Bad sehr wahrscheinlich eine Neuauflage feiern dürfen. Entsprechende Signale vom Sponsor gab es jedenfalls, dass das Event im kommenden Jahr zum fünften Mal für ein volles Ü-Bad sorgen wird.

(mabie)