Übach-Palenberg: Die Zeit der Scherpenseeler Kirmes ist vorbei

Übach-Palenberg : Die Zeit der Scherpenseeler Kirmes ist vorbei

Da ist Kirmes im Dorf, die Schützen feiern — aber fast keiner im Ort nimmt Anteil. Die einstigen Kirmesfeierlichkeiten der Scherpenseeler Schützen am vierten Augustwochenende auf der Festwiese an der Heerlener Straße mit vollem Festzelt sind längst Geschichte.

Bewundernswert ist die Initiative der verbliebenen sieben „Grünröcke“ der Bruderschaft mit Brudermeister Heinz König an der Spitze, die das Brauchtum in Scherpenseel aufrecht halten.

Besonders die Schießabteilung mit über 20 Schützen macht den aktiven Grünröcken Mut, die Schießsportgruppe ist sehr aktiv und sammelt Erfolge um Erfolge im Schützenbezirk Geilenkirchen sowie im Diözesanverband Aachen-Mitte. Heinz König schaffte es sogar, am Samstagabend eine Schützenmesse in der Pfarrkirche zu organisieren. Pfarrer Rüssel unterstützte die Brauchtumspflege.

Leider wurde die Messe nicht im Pfarrbrief angekündigt, so wunderten sich viele über das Glockengeläut am Samstagabend, war doch am nächsten Tag die monatliche Sonntagsmesse in Scherpenseel angesagt. Seit Jahren findet im Schützenheim am Scheleberg am Samstagabend der Königsball als einzige Veranstaltung der Augustkirmes statt.

Zwar war der Besuch hier besser als in der Pfarrkirche, jedoch aus Scherpenseel waren nur Insider da. In den verbliebenen Scherpenseeler Geschäften wiesen Plakate auf die Kirmes hin, jedoch existiert die einstige Scherpenseeler Traditionskirmes bei den meisten Dorfbewohnern nur noch in Erinnerungen.

So feierten die Scherpenseeler Schützen unter Freunden, unter anderem mit der befreundeten Palenberger und Marienberg Bruderschaft und den Marienberger Jekken den Kirmesball. Im Mittelpunkt stand Schützenkönig Karl de Jong, der am Abend für 25 Jahre aktives Vereinsleben durch Brudermeister Heinz König ausgezeichnet wurde. Für Gattin Anne van de Meer gab es einen bunten Blumenstrauß.

(agsb)
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