1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Geilenkirchen: „Die Toten der Kriege sind eine Mahnung”

Geilenkirchen : „Die Toten der Kriege sind eine Mahnung”

Bei der zentralen Gedenkfeier mit Kranzniederlegung aus Anlass des Volkstrauertages auf dem Ehrenfriedhof an St. Marien mahnten am Sonntag Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst und der Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben, Brigadegeneral Jens Zimmermann, die schrecklichen Geschehnisse während der beiden Weltkriege nicht zu vergessen.

„Wir alle erinnern heute daran, welch unvorstellbare Zahl von Männern, Frauen und Kindern ihr Leben lassen mussten”, blickte Borghorst zurück. Die Toten der Kriege seien eine Mahnung, die endlosen Reihen der Gräber seien als Botschaft zu sehen, es nie wieder so weit kommen zu lassen.

„Wer sich der Vergangenheit nicht stellt, wer sich der Erinnerung verweigert, kann nichts aus der Geschichte lernen und keine Konsequenzen für Gegenwart und Zukunft ziehen”, fuhr der Bürgermeister fort.

„Unmittelbare Angehörige der Opfer von Gewalt, Krieg, Willkür und Terror brauchen keinen Volkstrauertag, das Gedenken quält sie täglich”, sagte Brigadegeneral Zimmermann in seiner Ansprach.

Beim Volkstrauertag gehe es nicht um die persönliche Trauer des Einzelnen. Vielmehr müsse öffentlich der Toten gedacht werden, denn dies helfe, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Jens Zimmermann: „Wir müssen dieses Vermächtnis an die Jugend weitergeben! Erinnerungsarbeit ist Friedensarbeit für die Zukunft.”

Eingebettet in das feierliche Zeremoniell waren neben den Vertretern der teilnehmenden Abordnungen auch der Musikverein Prummern und der Spielmannszug Niederheid.