Übach-Palenberg: Die neue Sozialarbeiterin hat ein offenes Ohr für die Jugend

Übach-Palenberg : Die neue Sozialarbeiterin hat ein offenes Ohr für die Jugend

„Wie Sandra ohne S“, stellt sich Andra Paulzen vor und streckt freundlich ihre Hand hin. Das tut sie ab sofort im Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof mit ganz vielen Jugendlichen und mit ihren Kollegen auch. Nachdem Doris Linden-Mahr sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat und Marion Dalmisch nun Leiterin des MGH geworden ist, wurde die Stelle frei.

Und Andra Paulzen hat sich gleich beworben, obwohl sie die Einrichtung vorher noch nicht kannte. Ein paar Leute, die sich ehrenamtlich hier engagieren, kannte sie schon, und so wurde sie auf die Arbeit des MGH aufmerksam. „Die erste Woche ist dann natürlich besonders spannend“, sagt die 26-Jährige aus Geilenkirchen, die mit dieser Stelle ihren ersten Job antritt.

Studieren wollte sie ursprünglich etwas ganz anderes, nämlich Wirtschaftsrecht. Aber das schreckte die sympathische Frau ab, ihr heutiger Mann brachte sie zum Sozialstudium, hier fand sie sich viel besser wieder. „Es ist schwierig, das Richtige zu finden, und ich bin froh, nun das Passende gefunden zu haben“, erzählt Andra Paulzen über sich. Kommunikativ ist sie, erklärt gerne, hört gut zu und sieht sich damit neben ihrer fachlichen Eignung auch bestens auf die kommenden und vielfältigen Aufgaben im Jugendzentrum vorbereitet, das Teil des MGH ist.

„Mein großes Steckenpferd ist die Medienpädagogik, das ist ja aktuell mehr denn je ein Hauptbereich der Jugendarbeit“, sagt Paulzen. Und auch, wenn sie natürlich in der ersten Woche sicherlich noch in der Findungsphase ist, hat sie schon jetzt gemerkt, wie nahe sie hier an der Arbeit ist. „Man ist hier viel näher an den Jugendlichen dran“, sagt sie.

Ihren Job sieht sie als willkommene Herausforderung an, sich auch mit ihrem zweiten Steckenpferd zu befassen, der sogenannten gendersensiblen Arbeit. Dabei werden insbesondere die Mädchen ins Auge gefasst, und alles, was sie besonders betrifft. „Zuhause ist das vielleicht nicht so möglich“, weiß Andra, deswegen will sie auch die Eltern mit ins Boot holen.

Das sind natürlich viele Aufgaben, denen sie sich stellen will, doch der Anfang ist gemacht. „Ich möchte auf die Jugendlichen zugehen, ihnen ein offenes Ohr bieten, und vielleicht auch mal bei einer Partie Billard über alles Mögliche reden“, sagt Andra Paulzen.