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Übach-Palenberg: Die Caritas will der Anwalt der Menschen in Not sein

Übach-Palenberg : Die Caritas will der Anwalt der Menschen in Not sein

Von lebhaftem Meinungsaustausch und vielfältigen Informationen begleitet war der längst zur Tradition gewordene „Dankeschön-Nachmittag” der Caritas Übach-Palenberg.

Nach dem Start 2004 in Frelenberg kamen auf Einladung von Gemeindesozialarbeiterin Waltraud Kremlitschka vom Caritasverband Heinsberg und in der Organisation von örtlichen Caritasbeauftragten Harald Bosten im Marienheim an St. Mariä-Himmelfahrt Scherpenseel die engagierten Ehrenamtler aus fünf Pfarrgemeinden Übach-Palenbergs bis auf St. Dionysius Übach zum beliebten Meeting zusammen.

Problemlos eingereiht

„Leben mit dem Ehrenamt - sind immer wieder Seilsprünge zu machen oder hat sich alles überwiegend problemlos eingereiht in das eigene Leben?” so war die Veranstaltung überschrieben, zu der Franz Korte als stellvertretender Vorsitzender des regionalen Caritasverbandes mehr als 30 Männer und Frauen sowie die Gemeindesozialarbeiterin und Diplom-Sozialpädagogin Stella Klein als Referentin zum Bereich „Familienpatenschaft” begrüßen konnte.

Er nutzte die Gelegenheit, um allen Caritas-Helferinnen und Helfern vor Ort Dank und Anerkennung zu zollen. „Nächstenliebe im Alltag ist Tat! Sie können stolz auf Geleistetes sein, ist ihr unermüdlicher Einsatz doch unbezahlbar. In ihrem Wirken orientieren sie sich ganz und gar im Sinne des Leitwortes „Not sehen und handeln”, das ganz und gar dem christlichen Gebot der Nächstenliebe entspricht.”

Korte stellte heraus, dass dies für Caritasmitglieder bedeute, den anwaltschaftlichen Dienst für Menschen, die in Not sind und Unterstützung und Rat benötigen, zu übernehmen.

„Über ihre verschiedenen sozialen Dienste und Einrichtungen des Verbandes, aber vor allem über die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in den Pfarrgemeinden gelangt die Caritas direkt zu den Menschen, die Hilfe brauchen. Und das sind bei uns viele. Wer etwa sozial benachteiligt, arbeitslos, suchtkrank, alt, behindert, aus der fernen Heimat geflüchtet oder pflegebedürftig ist, findet im sozialen Netz der Caritas qualizierte Hilfe, Solidarität und einfühlsame Unterstützung. Darüber hinaus gestaltet die Caritas aktiv die Sozial- und Gesellschaftspolitik in Deutschland mit.

In Form von beratender Mitwirkung und kritischer Begleitung der Sozialpolitik und -gesetzgebung tritt die Caritas als Anwalt für benachteiligte Personengruppen als Sprecher für die Entwicklung gerechter Lebensbedingungen auf. Die Caritas hilft auch im Ausland. In Krisengebieten auf der ganzen Welt können die Menschen auf die Hilfe der Caritas bauen.”

Alle diese Dinge seien Aufgabe und Verpflichtung für die Caritas, um ihrer christlichen Verantwortung in der Nächstenliebe gerecht zu werden. „Dass Sie, liebe Anwesende, ein Teil des Caritasverbandes sind, möchte ich mit großem Dank und Anerkennung feststellen. Ohne Sie blieben manche Probleme ungelöst.” Nach diesem Auftakt setzte die Tagesordnung der Veranstaltung mit einer Meditation von Harald Bosten ein. Bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen informierte anhand von diversen Broschüren Gemeindesozialarbeiterin Waltraud Kremlitschka über Neuigkeiten im Caritasverband der Region Heinsberg und über ihre Arbeit.

Die Themenvielfalt, insbesondere die alljährlich durchgeführte Haus- und Straßensammlung, führte zu lebhafter kritischer Diskussion.

Ein Themenschwerpunkt des Nachmittags war „Unterstützung im Alltag - Familienpatenschaften im Kreis Heinsberg”, zu dem Stella Klein referierte. Sie stellte heraus, dass die Idee der Familienpatenschaft vor zwei Jahren geboren sei. Ein Pilotprojekt sei in Erkelenz in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gestartet worden. Es seien in den vergangenen Monaten gute Erfahrungen gemacht worden. Eine Zielgruppe von jungen Müttern sei für eine zehnwöchige Schulung mit abschließendem Zertifikat ausgesucht worden.

Überforderte Familien

Mittlerweile habe der Caritasverband bereits erfolgreich etliche Familienpaten ausgebildet, die von der Caritas bei ihrer Aufgabe in überforderten Familien fachkundig begleitet werden. Über diverse Kurse und Fortbildungsmaßnahmen wie Gedächtnistraining für junge Senioren, Krankenhausbesuchsdienst, haushaltsnahe Dienste, Altenpflege und andere mehr, informierte Gemeindesozialarbeiterin Waltraud Kremlitschka.