Übach-Palenberg: Der neue CDU-Vorstand und die hohen Hürden

Übach-Palenberg: Der neue CDU-Vorstand und die hohen Hürden

Nach 45 Jahren hat die CDU die Macht in Übach-Palenberg. Doch die Zeiten sind so hart, wie schon lange nicht mehr. Stichworte: Haushaltssicherungskonzept und demografischer Wandel.

Der neu formierte Vorstand des CDU-Stadtverbandes weiß um die herkulesken Aufgaben und nimmt den Wahlsieg als „Arbeitsauftrag” mit in die kommunalpolitische Zukunft.

Vorsitzender Oliver Walther, seine Stellvertreter Peter Fröschen und Walter Junker sowie Schatzmeister Jörg Ulrich, Geschäftsführer René Langa und Internetbeauftragter Josef Thelen verstehen sich als Team, als Team, das den Kontakt zur Bevölkerung pflegt, Anregungen und Sorgen der Bürger nach oben, das heißt an Fraktion und Bürgermeister, weiterreicht.

„Politikfelder erschließen” nennt dies Jörg Ulrich. Viele dieser Themen sind bereits im Konzept „Vision 2022” formuliert, sagt Oliver Walther. „Besonders am Herzen liegt der CDU die Förderung junger Familien - siehe U3-Betreuung, Ganztagsschulen, Kindergartenplätze.” Um sich dem demografischen Wandel zu stellen, habe die Stadt das Stadtentwicklungskonzept auf den Weg gebracht.

„Das Großvorhaben der RWTH Aachen, der Campus, birgt auch für Übach-Palenberg wegen der räumlichen Nähe die realistische Chance, Neubürger anzulocken.” Die Stadt verfüge mit einer gut gestaffelten Schullandschaft, einem Kombi-Bad, einem schönen Naherholungsgebiet, einem Mehrgenerationenspielplatz und -haus über so genannte Alleinstellungsmerkmale: „Mit den Pfunden lässt sich wuchern.” Zur Attraktion könnte sich sogar das aktuelle Sorgenkind, die „Klangbrücke”, emporswingen. Junker: „Momentan sieht die Brücke unschön aus und ist nicht nutzbar. Da sind wir parteiübergreifend der Ansicht, dass schnell was passieren muss.”

Das Haushaltssicherungskonzept gebietet Sparen. Aber, warnt Fröschen, die lokale Infrastruktur dürfe nicht beschädigt werden: „Die großen Ziele dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.” Apropos sparen: Wird es nach der Nichtwiederwahl des Technischen Beigeordneten weitere personelle Einschnitte in der Verwaltung geben? Junker äußert sich sibylinnisch: „Derzeit ist nicht daran gedacht, weiter zu reduzieren. Die Funktionsfähigkeit der Verwaltung muss garantiert sein.” Fröschen ergänzt: „Vor allem müssen zunächst die Haushaltsdaten abgeklärt werden.

Die CDU Übach-Palenberg startet - trotz hoher Hürden - selbstbewusst auf die Fünf-Jahres-Strecke: „Egal was passiert, wir wollen besser sein als die anderen.”