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Geilenkirchen: Der Marktmeister achtet sogar auf die brütende Ente

Geilenkirchen : Der Marktmeister achtet sogar auf die brütende Ente

Wenn die ersten Wagen der Schausteller zum Pfingstmarkt anrollen, bedeutet dies für Marktmeister Detlef Kerseboom, dass er in diesen Tagen alle Hände voll zu tun hat. Nach monatelangen Vorbereitungen geht es in dieser Woche in die „Endphase”, und Kerseboom kommt mit einem Arbeitstag von acht Stunden bei weitem nicht mehr aus.

Täglich ist der Marktmeister auf dem Beamtenparkplatz anzutreffen, und hier sieht er überall nach dem Rechten. Eigentlich regelt Detlef Kerseboom so ungefähr alle Problemchen, die auftauchen. Am Montag hat er noch mit Unterstützung der Schausteller die zugewiesenen Plätze für die Betriebe eingezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt waren auch Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt mit dem Beseitigen der letzten „Schlaglöcher” auf dem Platz beschäftigt. Während Detlef Kerseboom und Karin Jansen vom Ordnungsamt in dem regen Treiben einem Gastronom den Platz für seinen Pavillon zuweisen, kommt Andreas Alexius auf den Marktmeister zugelaufen.

Er will die Zufahrt für seinen Truck mit dem Autoscooter-Equipment an Bord frei haben. Dafür sorgt Detlef Kerseboom innerhalb weniger Minuten. „Die Leute haben immer dieselben Probleme”, weiß Kerseboom. Oftmals würden Maße für das Fahrgeschäft oder den Vergnügungsbetrieb angegeben, die nicht stimmen.

„Nach der Ankunft stellt sich dann heraus, dass der Betrieb in seinen Abmessungen größer ist als angegeben”, erklärt Kerseboom. Etwas Sorgen macht sich der „Einweiser” über das noch fehlende Riesenrad, für das der betreffende Schaustellerbetrieb eine lange Aufbauzeit benötigt. „Die sind unterwegs”, sagt Detlef Kerseboom optimistisch. Mittlerweile ist es auch eingetroffen.

55 Schaustellerbetriebe haben sich in diesem Jahr angemeldet, darunter sieben Geschäfte für Kinder, fünf Großfahrgeschäfte und ein „House of Horror”. Jedes Jahr tauscht der Marktmeister Fahrbetriebe und auch einige Randgeschäfte aus, damit Abwechslung in den traditionellen Pfingstmarkt kommt. Auf manche Stammgeschäfte kann er aber nicht verzichten, denn: „Die werden von den Besuchern schon sehnsüchtig erwartet”.

So fragen die Menschen oft nach „Mario„s Reibekuchen” oder „Wo finde ich Gina„s Kräuterpilze und Blumenkohl?”. Direkt neben einem Wohnwagen auf der Wurmauenparkseite brütet im Moment eine Ente. Auch hier achtet Detlef Kerseboom darauf, dass kein Fahrzeug das Gelege überrollt und Mutter Ente in Ruhe ihre Eier ausbrüten kann. Der Marktmeister freut sich schon auf Freitag, wenn er um 18.30 Uhr zusammen mit dem stellvertretenden Bürgermeister Leonhard Kuhn - Andreas Borghorst reist zur 40-Jahre-Partnerschaftsfeier nach Quimperlé - den Fassanstich zur Eröffnung vollziehen kann.

Außerdem hat er dafür gesorgt, dass auf dem Forum im Wurmauenpark zur Eröffnung des Krammarktes am Samstag von 15 bis 17 Uhr das „Skylight Jazz Orchester” musikalisch aufspielt. Jeder Besucher, der am Samstag beim Krammarkt einen Artikel erwirbt, bekommt ein kostenfreies Los, das dann um 17 Uhr an der Verlosung teilnimmt.

Wenn sich nach dem Familientag am kommenden Dienstag um 22.30 Uhr der Pfingstmarkt mit einem schönen Feuerwerk verabschiedet, beginnen für Detlef Kerseboom schon fast wieder die Vorbereitungen für die nächste Ausgabe in einem Jahr.