Geilenkirchen-Hünshoven: Der Junge Chor Hünshoven feiert sein 25. Jubiläum

Geilenkirchen-Hünshoven: Der Junge Chor Hünshoven feiert sein 25. Jubiläum

Mit einer Festmesse in der katholischen Kirche St. Johann Baptist Hünshoven feierte der Junge Chor Hünshoven sein 25-jähriges Bestehen. Der schöne Kirchenraum war bis auf den letzten Platz besetzt, als Maria Slagboom die Besucher der Festmesse zu Akteuren machte.

Das Einsingen gelang hervorragend, so dass die erfahrene Chorleiterin sogar einen vierstimmigen Kanon im Kirchenschiff anstimmen ließ. „Cantemus in viis Domini“ war der Abend überschrieben.

Pfarrer Peter Frisch hielt die Messe und ließ auch einige Stationen der 25-jährigen Chorgeschichte Revue passieren. Hervorgegangen ist der Junge Chor Hünshoven aus dem Chor der ehemaligen katholischen Pfarre St. Johann Baptist Hünshoven. Bis heute ist der Chor dem geistlichen Lied treu geblieben. Was ihn aber auszeichnet und so beliebt macht, ist der moderne Kirchengesang.

Die Kombination gehaltvoller, poetischer Bibeltexte mit zeitgenössischer Musik hat der Chor kultiviert wie kaum ein zweiter in der Region. Ein schönes Beispiel ist das Lied „Cantemus in viis Domini“, das auch der Festmesse den Titel gab.

Dieses „Lasst uns singen auf den Wegen des Herren“ fußt auf den Zeilen des Psalms 138. Es wurde erstmals zum Weltjugendtag in Köln im Jahr 2005 aufgeführt. Bei der Festmesse wurde der Junge Chor Hünshoven von einigen Musikern unterstützt. Streicher, Violine, Cello und Kontrabass, einige Percussion-Effekte, Querflöte und die „hauseigenen“ Pianisten sorgten für die ganz besondere Wertigkeit dieser Festmesse.

Schönes Zusammenspiel

Das schöne Zusammenspiel des Instrumentalensembles mit den 65 Sängerinnen und Sängern begeisterte die Zuhörer. Das neue geistliche Lied wurde durch eines der Steckenpferde des Chors ergänzt. Der Gospelgesang wird schon lange beim Jungen Chor Hünshoven gepflegt. Das moderne Gospellied „Jesus is right here“ von Anna Weister Anderson erklang hell und klar in der Kirche St. Johann Bapist.

Die Ballade „Bridge over trouble water“, mit der das Folk-Duo Simon & Garfunkel weltberühmt wurde, fügte sich harmonisch in das Programm ein. Es ist zwar kein geistliches Lied, spricht aber von Menschlichkeit, vom Brücken bauen, wo tiefe Gräben sind. „Cantemus in viis Domini“ von Chor und gut vorbereiteter Gemeinde dann auch einmal gemeinsam angestimmt, bewegte sicherlich viele Menschen tief an diesem unwetterverhagelten Novembertag.

(defi)
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