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Am längeren Hebel: Der Bauausschuss stimmt zur Amselschule ab

Am längeren Hebel : Der Bauausschuss stimmt zur Amselschule ab

Vordergründig geht es um Bauplanungsrecht. Doch de facto wird der Bauausschuss der Gemeinde Gangelt kommende Woche auch zur Zukunft der Amselschule eine Entscheidung treffen.

Vor einem Dreivierteljahr ist bekannt geworden, dass in Gangelt eine freie Grundschule gegründet werden soll, die neben den staatlichen Regelschulen existieren würde, von diesen also letztlich als Konkurrentin beim Werben um Schüler und auch hinsichtlich des Lehrpersonals betrachtet werden dürfte. Zwar ist das Gründen einer solchen Schule zulässig und gesetzlich geregelt. Allerdings sitzt der Staat mit seinen Institutionen an einigen Stellen am längeren Hebel.

Der Bauausschuss wird sich nunmehr mit einer beantragten Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans befassen. Das Grundstück, das zurzeit für die Amselschule vorgesehen ist, liegt südlich des neuen Sportplatzes am Schulzentrum und ist noch als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Nachdem der Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 19 Uhr, seine Entscheidung gefällt hat, muss der Antrag noch durch den Gemeinderat. Karl-Heinz Milthaler, Fraktionsvorsitzender der CDU, sah sich am Freitag nicht in der Lage, eine Entscheidung vorwegzunehmen, da man sich fraktionsintern noch nicht mit der Amselschule auseinandergesetzt habe. Er rechne aber mit einem sehr heterogenen Meinungsbild. Die CDU werde nicht geschlossen abstimmen. Das bedeutet, dass es letztlich ebenso auf die kleineren Fraktionen ankommen wird.

Die beiden Gangelter Ehepaare Kristina und Marlon Dahlmanns und Katrin und Markus Salden, bei denen die Fäden der Gründungsinitiative zusammenlaufen, werben im Vorfeld der Entscheidung darum, die Amselschule weniger als Konkurrenz für die bestehenden Grundschulen zu sehen, sondern als Bereicherung für die Schullandschaft. „Das Konzept der Amselschule versteht sich als Ergänzung zu den bisherigen Schulformen und bietet daher auch gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen.“

(jpm)