Geilenkirchen: „De Frau Kühne“ begeistert in der Geilenkirchener Realschule

Geilenkirchen : „De Frau Kühne“ begeistert in der Geilenkirchener Realschule

„De Frau Kühne“ war nach Geilenkirchen gekommen und hatte einiges zu erzählen. Die Stadt Geilenkirchen und die Volksbank Heinsberg hatten sie eingeladen, und zwar mit logistischer Unterstützung der Rurtal Produktion. „Wie war das no(ch)rmal“ lautete das Thema, dem Frau Kühne alias Ingrid Kühne so viel abgewann, dass sich das Publikum schlapp lachte.

Anja Wallbaum repräsentierte beim „Eröffnungssketch“ die Stadt Geilenkirchen, Martin Grefen die Volksbank. Beide traten in die Fußstapfen des legendären Duos Gort Houben und Roland Maintz, die bislang die gemeinsamen Kabarettabende stets humoristisch eingeleitet hatten.

De Frau Kühne hatte, bevor sie die Bühne der Aula der Realschule Geilenkirchen eroberte, schon im Sturm die Bühnen des großen Karnevals für sich eingenommen. Vom Niederrhein kommend, hatte sich Ingrid Kühne ab 2010 ganz schnell zu einer Größe im Kölner Karneval entwickelt. 2014 startet ihre Kabarettkarriere durch.

Warum die Vollblut-Kabarettistin so erfolgreich ist, erfuhren die Geilenkirchener Besucher recht schnell. Ingrid Kühne hat eine Bühnenpräsenz, die selbst bis in die letzten Reihen des Saals wirkt und darüber hinaus bis zum Publikum, das sich auf der Empore in Sicherheit geglaubt hatte. Die „Wie heißt Du denn — ich heiß Ingrid“-Runde nahm den ganzen Saal in der Realschule ein.

Die Geschichte lief so simpel wie genial ab. Eine imaginäre Liste der beliebtesten Vornamen von circa 1839 bis heute belegte, dass Ingrid unter den Top 10 zu finden sei. Auf welchem Platz ihr schöner Name denn wohl liege? Frage ins Publikum. „Platz 24“, war die spontane Antwort eines Gastes. Gut geraten, aber falsch. Der Lacher war schon mal im Sack.

Eigentlich war es ziemlich egal, worüber Ingrid Kühne redete. Gelegentlich streifte sie sogar das Thema, also wie es früher mal war und so. Die schöne Zeit der Prilblumenaufkleber fand Erwähnung, und flugs ging es weiter mit dem Stau am Pfandflaschenautomaten. „Leer gut, voll besser“, so der Zettel von Gatte Ralf auf dem leeren Bierkasten, unüberwindlich im Hausflur geparkt, hatte Frau Kühne vor den Automaten geführt, direkt hinter den Flaschensammler, der vom Pfand 14 Tage nach Mallorca reisen würde, wer kennt das nicht.

Gatte Ralf und Sohn Sven sind feste Bestandteile nicht nur des Privatlebens von Ingrid Kühne, sondern auch ihrer Bühnenshows. Diese Nähe zum eigenen Alltag entdeckten wohl auch viele Besucher und amüsierten sich köstlich über Details, die, wie der leere Bierkasten, im Alltagstrubel wohl keinen zum Lachen bringen — oder doch?

Sehen, wie die Gattin reagiert

Einfach mal ausprobieren: leeren Bierkasten zum Drüberstolpern in den Flur stellen, Zettel drauflegen mit der Aufschrift „Leer gut, voll besser“, und sehen wie die Gattin reagiert.

(defi)