„Frühlingskonzert" der Musikschule: Das Murmeltier mit Geigen wach kitzeln

„Frühlingskonzert" der Musikschule : Das Murmeltier mit Geigen wach kitzeln

„Wie bestellt“ lachte die Sonne zum „Frühlingskonzert“ der großen und kleinen Stars der Musikschule Geilenkirchen strahlend vom Himmel.

Michael Seeling, stellvertretender Vorsitzender, begrüßte die Gäste zum Vorspiel aus den Klassen von Aurélie Corbet, Wil Cremers, Dr. Dorothea Dolinski, Ellen Heslenfeld, Alexandra Javdoschin, Lilia Karpow, Olja Kataran, Miljana Mandaric, Petra Snieders und Eduardo Tow.

Eisbrecher war das Klavier: Obwohl erst drei Monate auf diesem Instrument übend, gelang Igor Kwiatkowsi schon prima das „Drachensteigen“ von A. Drabon. „Easy come, easy go“ von W. Schaum präsentierte Lilli Eisele dann flott und flüssig auf den schwarz-weißen Tasten. Kiana Flores schloss sich gefühlvoll an mit Drabons „Wanzentanz“, ehe Ella Avasar zu A. Drabons „Wilden Jagd“ temperamentvoll in die Tasten schlug, begleitet von Ellen Heslenfeld.

Beethovens schläfriges „Murmeltier“ mit ihren Geigen wachzukitzeln, versuchten nun Johanna Wagner und Annika Roes, während Hanna Ferber auf dem Klavier beherzt den „Cha-Cha-Cha“ von A. Terzibaschitsch erklingen ließ. Julia Kempe präsentierte danach klangschön auf ihrem Cello „In memory“ von K. u. D. Blackwell, unterstützt von Miljana Mandaric, und Jenny Glocke widmete sich am Klavier intensiv Y. Tiersens „Comptine d‘été“.

Maja-Fee und Mia-Lina Gietz sowie Lilly Himstedt fühlten sich gleich darauf mit ihren Geigen „Auf dem Eis“ sichtlich wohl, wohingegen Noah Kostka mit W. A. Mozarts „Rondo alle turca“ am Klavier Akzente setzte. Mit heller Stimme wagte sich sodann Alegra Muhamedagic an den „Fight Song“ von J. Levine.

Kaum geendet, wehte leicht und luftig wie ein Frühlingswind A. Ridouts „Air“ durch den Saal, herbeigezaubert auf der Querflöte von Roman Heinz und am Klavier von Annika Hansen. Harmonie war dann Trumpf beim Vortrag von Annika Roes, die dem Piano Y. Tiersens ruhiges „La Dispute“ entlockte.

Im Duett intonierten Patrik Weizel und Annika Roes auf ihren Geigen jetzt wohlklingend das „Tschaikowsky Festival“ und „Classical Bach“, ehe Kilian Lungo am Klavier fingerfertig visualisierte, wie es wohl „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer-Gynt-Suite von E. Grieg aussehen mochte.

Fiona Hennecken am Cello sowie Hannah Große mit der Geige umschmeichelten im Anschluss, zusammen mit Hanns-Paul Jouck und seiner Bratsche sowie Miljana Mandaric, die Gehörgänge der Gäste mit F. Schuberts zu Herzen gehendem „Der Tod und das Mädchen, Op. 7, Nr. 3“ und G. Faurés „Lydia, Op. 4, Nr. 2“.

Aimée Hennecken zeigte hingegen ihre große Spielfreude am Klavier, wo sie sensibel eine zarte „Romanze“ von L. Lange visualisierte. „Ich schick‘ dir einen Engel“, war die Reaktion von Fabian Hansen, der dieses Lied von M. Hewer mit erstaunlich hoher Stimme sang.

Ausgezeichnet harmonierten sodann Ida Fritz an der Querflöte und Victoria Raben am Klavier bei dem Tanz „Gavotte“ von F.-J. Gossec. Auf eine Frühlingswiese, nämlich zu A. Desplats „The meadow“, entführte anschließend mühelos Benita Schulenburg die Zuhörer mit ihrem Klavier. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte Niklas Bremen, der auswendig auf seiner E-Gitarre vortrefflich das klassische „Asturias“ von I. Albeniz spielte.

Für die wunderschönen Klangerlebnisse in diesem Konzert ernteten alle Musikschüler reichlich verdienten Applaus. Zu guter Letzt wies Geschäftsführerin Gabriele Lennartz auf ein besonderes Ereignis hin: Die Musikschule werde dieses Jahr 50 Jahre jung! Bei der Jahreshauptversammlung im September möchte der Vorstand, der teils seit 1993 zusammen ist, nun gerne die Verantwortung in jüngere Hände übergeben – „Nachwuchs“ werde also gesucht. Wer Interesse hat, melde sich bitte telefonisch unter 02451 953050 oder per Email an geschaeftsstelle@musikschule-geilenkirchen.de.