Gangelt-Kreuzrath: Das Gefühl von 1001 Nacht mitten auf dem Reitplatz

Gangelt-Kreuzrath: Das Gefühl von 1001 Nacht mitten auf dem Reitplatz

Die Hitze der vergangenen Tage ließ die Besucher vom „Almauftrieb auf Ullas Reithof“, der unter dem Motto „1001 Nacht“ stand, fast denken, sie wären wirklich in einer arabischen Szenerie voller Scheichs, Fakiren und Araberpferden gelandet.

Hinter dem gefeierten „Almauftrieb“ steckt seit nun zehn Jahren eine kleine Tradition auf dem Western-Reiterhof von Ulla Damerau aus Kreuzrath: Der Tag, an dem die Pferde aus ihren Ställen kommen und ab dann durchgehend auf den Koppeln stehen, wird gefeiert.

Geheimnisvolle Welt

Dabei haben sich die Beteiligten die zusätzliche Herausforderung gesetzt, das Fest jedes Jahr unter einem anderen Motto zu gestalten, diese Mal verschlug es die Reiter in die geheimnisvolle, arabische Welt.

Die vielen beteiligten reitenden und voltigierenden Kinder und Jugendlichen liefen schon vor Beginn des Festes in ihren Kostümen umher und sorgten damit nicht nur bei den jüngsten Gästen für große Augen, sondern auch bei Eltern und Großeltern für stolzes Lächeln.

Nagelbretter

Nach einer herzlichen Begrüßung begann das umfangreiche und unterhaltsame Programm mit einigen Fakiren aus den eigenen Reihen, die sich auf Nagelbretter legten, jonglierten oder über Scherben liefen.

Gleich wurden auch einige Freiwillige beteiligt, die sich unter entsprechender Anleitung auch auf die Scherben stellten oder setzten - zur Beunruhigung ihrer Eltern, jedoch zur Freude der Kinder selbst.

Neben mehreren Vorführungen der voltigierenden Mädchen des Reitstalls erklärte Ulla Damerau, die durch das Programm führte, wie wichtig eine vertrauensvolle Basis zwischen Pferd und Reiter ist. Die folgenden Reiter im Geschicklichkeitsparcour wurden aufmerksam von vielen kleinen und großen Kindern beobachtet, die direkt neben der Außenbahn saßen.

Das Highlight war neben dem zum ersten Mal durchgeführten Bändertanz unter Mitwirkung der Pferde jedoch merklich die Fohlentaufe. Das erst vier Wochen alte Jungtier ist ein Angloaraber, da seine Mutter Delphi Days ein Englisches Vollblut und sein Vater Hag Jarim Shan ein Arabischer Vollblut ist.

Aufgrund seiner Abstammung und seines bereits erkennbaren Dranges, schnell wie der Wind zu laufen, taufte Ulla Damerau das Fohlen mit Sekt auf „Rihzara“, was so viel heißt wie „wilder Wind“.

Kreative Kostüme

Begeistert von den Arabern erinnerte sich so manch ein Zuschauer daran, wie schön das Reiten auf solch einem Tier war und alle freuten sich, das kleine Fohlen in ihrer Mitte zu haben.

Auch wenn zu fortgeschrittener Stunde einige Regentropfen vom Himmel fielen, trübte dies keinesfalls die Stimmung und das Fest konnte zur Freude aller in Ruhe ausklingen.

Das Thema für das kommende Jahr steht zwar noch nicht fest, ein buntes Fest mit kreativen Kostümen und Auftritten ist jedoch sicher.

Wer noch mehr über das Voltigieren oder den Reiterhof sowie den Almauftrieb wissen möchte, kann sich...

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