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Geilenkirchen-Teveren: Das „Bobbycar Racing Team” fegt durch Teveren

Geilenkirchen-Teveren : Das „Bobbycar Racing Team” fegt durch Teveren

Wenn neben Kindern auch Erwachsene auf einem Mini-Gefährt aus Plastik durch die Gassen fegen, ist das ein „Bobbycar-Rennen”.

Das Geilenkirchener Land ist für seine außergewöhnlichen Feste in der ganzen Region bekannt. Dazu gehört etwa das Badewannenrennen auf der Wurm, das nächste findet am 9. August statt.

Bobbycarfahren ist auch so eine Gaudi, die immer mehr Anhänger findet. Im letzten Jahr hatte sich ein Dutzend Jugendlicher die kleinen Plastikautos für Kinder unter „den Allerwertesten geschnallt” und war damit zum Cheesburger-Kauf am Autoschalter bei McDonalds in Übach vorgefahren.

Das erwies sich als ein derart durchschlagender Erfolg und besonderes „Aha-Erlebnis” für die Jungs und Mädels, dass man sich entschloss, das Bobbycar fortan öfter zur Fortbewegung zu nutzen.

Gesagt, getan: Lisa, Viktoria und Christoph Meyer, Verena Myrow und Michael Plum sowie Jannik Siebert firmierten ab sofort unter dem Namen „Bobbycar Racing Team” und nahmen die Planung für das erste Teverener Bobbycar-Rennen auf. Die Vorbereitungen dauerten Monate, jetzt war es endlich soweit. Die Bocketzgracht in Teveren wurde zur Rennstrecke deklariert, nachdem die Stadt Geilenkirchen im Vorfeld nach eingehender Prüfung als Straßenlastträger einer vorübergehenden Sperrung zugestimmt hatte.

Der unbedarfte Spaziergänger mag sich anfangs gewundert haben, warum denn die Straße mit Auffangnetzen ausgestattet war. Diese sollten beileibe keine Rehe vor dem Überqueren der Straße abhalten, sondern dienten einzig und alleine der Sicherheit der anrollenden Rennteilnehmer.

An den Start rollten modifizierte, fantasievolle Gefährte. Durch leichte äußerliche Veränderungen hatten viele Teilnehmer aus dem Original-Plastikauto eine „wahre Höllenmaschine” gezaubert.

Da kann ein Bobbycar, dessen Chassis aber erkennbar bleiben muss, schnell mal um die 30 Stundenkilometer erreichen. Für alle Fälle stand deshalb das „Bobby Car Rescue Team” in Person der Johanniter Unfallhilfe bereit. Natürlich auch, um eine eigene Mannschaft für das Rennen zu stellen. Dann kamen sie die etwa 248 Meter lange „Rennstrecke” herabgeflitzt, die Bobbycars auf Skateboard-Basis, mit Inliner-Räder oder Fahrrad-Unterbau. Die über 500 Zuschauer waren begeistert und feuerten die 44 Teilnehmer, die 30 Gefährte auf die Piste brachten, kräftig an.

Unter den „Bobbycar-Piloten” befanden sich Vertreter der Malteser, der Feuerwehr, der Kreissparkasse und viele Privatpersonen, die zum Spaß mitmachten.

Der Massenauflauf an Zuschauern musste natürlich verpflegt werden. Das geschah im Fahrerlager kurz hinter der Zieleinfahrt mit Kaffee und Kuchen, Grillkotelett, Würstchen und kühlen Getränken. Moderator Armin Philippen hatte immer ein paar passende Sprüche drauf und konnte nach fünf Stunden die Sieger bekannt geben. Die Teamwertung entschieden Daniel Cleven und Dominic Küsters von den Johannitern für sich. In der Einzelwertung hatte Wilfried Piepers die beste Zeit hingelegt, vor Markus Plum und Christian Westhoff.

Den Preis für die beste Gestaltung für ein Bobbycar bekam Thorsten Seemann. Schon jetzt steht für das Organisationsteam fest: Im nächsten Jahr wird es wieder ein Bobbycar-Rennen geben.