Gangelt-Stahe: Concordia glücklich über renoviertes Clubheim

Gangelt-Stahe: Concordia glücklich über renoviertes Clubheim

Mitte der 1970er Jahre ist das Sportlerheim des FC Concordia Stahe-Niederbusch erbaut worden. Jahre später erfolgte, bedingt durch die Aufnahme einer Damenmannschaft, ein Anbau. Zwar wurden die Räume gut in Pflege gehalten, aber eine Total­renovierung musste jetzt angepackt werden. Beim FC Concordia machte man Nägel mit Köpfen.

Die alte Heizung hatte ausgedient, und die Duschanlage war nicht mehr auf dem neusten Stand, weswegen beide Gewerke in die Modernisierungsarbeiten eingebunden wurden.

Das Dach war bereits vorab saniert worden. Schon da wurde deutlich: Die Vereinsmitglieder des FC Concordia sind mehr als nur ehrenamtlich engagiert; sie zeigten großen Einsatz am Bau. Auch bei den Arbeiten im Sportlerheim gab es nun „Einsatz ohne Ende“.

Investition für die Zukunft

Die Hauptarbeit bestand darin, die eine neue Gasheizung zu installieren. Warmwasser für die vier Duschräume mit neuen Nischen wie auch eine Trinkwasserstation sind Teile der hochmodernen Anlage. „Bitte nicht drücken“, lachte Vereinsvorsitzender Josef Heinrichs folglich bei einer Begehung der Duschräume, als sich Bürgermeister Bernhard Tholens Hand forsch in Richtung Druckknopf zu bewegen schien.

Zum Bürgermeister hatte sich anlässlich der Besichtigung auch Ortsvorsteher Josef Rütten gesellt. Sie erfuhren von Josef Heinrichs, dass durch die Umstellung auf Gas in Verbindung mit der neuen Duschanlage eine Reduzierung der Betriebskosten von 150 bis 200 Euro möglich sei. „Früher liefen die Duschen auf Dauer, jetzt muss man drücken — und auch bei den Spielern setzt der ,Energiesparmodus‘ ein“, erkannte der Vorsitzende schon ein Nachdenken.

„Wir kommen nicht drum herum, auch in der Sporthallen und Schulen über solche Anlagen nachzudenken“, blickte der Bürgermeister voraus und sah trotz der Kosten eine gute Investition für die Zukunft. Die Reduzierung der Betriebs- und Unterhaltungskosten sei für die Gemeinde ein wichtiges Thema. Dies auch für die Vereine, die aufgrund hoher Kosten auf Förderungen angewiesen sind. „Wir haben mal hochgerechnet und kommen auf rund 1000 Euro Versicherungskosten im Jahr“, nannte der Vorsitzende eine weitere Größenordnung.

Josef Heinrichs hatte zur kleinen Einweihungsfeier auch die Seniorenmannschaften des FC Concordia begrüßt, die am Nachmittag zum Einsatz kamen. Josef Heinrichs reflektierte in seiner Festrede kurz die Arbeiten, schilderte ein modernes Vereinsheim und dankte allen, die sich in vielen Stunden ihrer Freizeit in den Dienst des Vereins stellten. In das Lob für prima Unterstützung bezog er zudem das Unternehmen Schlun mit ein wie auch die Gemeindeverwaltung.

Bürgermeister Bernhard Tholen lobte das Vereinswesen in der Gemeinde, sah am Beispiel Stahe-Niederbusch großes ehrenamtliches Engagement der Mitglieder. Er benannte einige Projekte aus jüngster Zeit und versicherte: „Wir als Gemeinde stehen den Vereinen weiter zur Verfügung, und wir als Gemeinde bauen auf unsere Vereine.“ Der Verwaltungschef sprach auch die Förderung der Jugend an, was für ihn der Garant eines auch in Zukunft intakten Vereinslebens sei.

Er erwähnte auch die Förderung aus dem früheren Leader-Projekt, also der Unterstützung über Zuschüsse aus Mitteln der Europä­ischen Union, bedauerte aber die unnötige und zeitaufwendige Bürokratie mit vielen Vorschriften, die ein Verein kaum stemmen könne. „Dann lieber das Geld gleich sinnvoll anlegen und den Vereinen geben“, so der Bürgermeister, „denn die erbrachten Eigenleistungen sind schon mehr als vorbildlich.“

(agsb)