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Übach-Palenberg: Claudia Beaujean ist Vize-Europameisterin

Übach-Palenberg : Claudia Beaujean ist Vize-Europameisterin

Eigentlich ist die 16-jährige Claudia Beaujean ein Mädchen wie alle anderen in ihrem Alter. Sie liebt es, sich mit Freunden zu treffen und Musik zu hören.

Doch sie hat ein Talent, das sie von den anderen unterscheidet: Sie macht professionelles Taekwondo. Mit ihren jungen Jahren ist sie bereits Vize-Europameisterin und kann stolz auf Dutzende gewonnener Meisterschaften zurückblicken.

Angefangen hat sie mit dieser Sportart nur, weil ihre Schwester bereits im Verein war, aber wirklich gefallen hat ihr Taekwondo anfangs nicht. Aber dies legte sich mit der Zeit, und als sie die ersten Siege verzeichnete, stellte sich auch die Leidenschaft für den Sport ein.

Mittlerweile trainiert sie dreimal die Woche und ab April fangen auch wieder die Wettkämpfe an, die nahezu jedes Wochenende stattfinden. Hat man da noch genügend Zeit für Freunde und Schule? „Am Wochenende kaum, aber ich versuche, alles unter einen Hut zu bekommen”, berichtet Claudia zuversichtlich.

Die Taekwondo-Europameisterschaft, bei der Claudia Zweite in der Klasse der 15- bis 17-Jährigen wurde, fand mitten im Juni auf Korsika statt. Wer glaubt, sie hätte hier Urlaub machen können, irrt sich. Täglich stand Training auf dem Programm, von Jogging über Kraft- bis Ausdauertraining war alles dabei. Aber ihre Mühe wurde mit der Silbermedaille belohnt.

Die Hitze auf der Mittelmeer-Insel machte der Gymnasiastin und auch den anderen Teilnehmern schwer zu schaffen: „Es gab nicht einmal Klimaanlagen. Ich hätte es mir kühler gewünscht”, erzählt sie.

Knapper Ausgang

Europameisterin wurde eine Türkin, die in der Gesamtwertung nur einen Vorsprung von 0,2 Punkten auf Claudia hatte. Knapper hätte es nicht ausgehen können. Bei der Meisterschaft waren insgesamt 21 Nationen vertreten. In der Teamwertung landete Claudia mit dem deutschen Nationalteam auf dem dritten Platz hinter Dänemark und dem spanischen Team, welches den ersten Platz belegte.

Zu Hause in ihrem Zimmer hat die dreifache Deutsche Meisterin eine ganze Sammlung von Pokalen. Sie hat schon bei diversen Wettkämpfen sowohl in Deutschland als auch in England, Belgien und Frankreich gewonnen.

Ob sie sich ihr Hobby als Beruf vorstellen könnte? „Mit Taekwondo kann man kaum Geld verdienen”, sagt sie, aber so nebenbei als Trainerin könnte sie sich dies gut vorstellen.

Viel lieber möchte sie etwas mit Sprachen oder Journalismus machen. Nach dem Abitur will sie zunächst einmal studieren. - und natürlich weiterhin Erfolg im Taekwondo haben.