Gangelt/Geilenkirchen/Übach-Palenberg: Christstollen, Geselligkeit und mehr bei der Weihnachtskistenaktion

Gangelt/Geilenkirchen/Übach-Palenberg: Christstollen, Geselligkeit und mehr bei der Weihnachtskistenaktion

Peter Schoenen war am Donnerstag pünktlich bei der Ausgabestelle der Übach-Palenberger Tafel. Die hatte wie immer bei der gemeinsamen Weihnachtskisten-Aktion mit unserer Zeitung die ehemalige Lohnhalle des Carolus-Magnus-Centrums (CMC) genutzt, um die vielen Pakete entgegenzunehmen und auszuteilen.

Schoenen ist 58 Jahre jung, seit Juni bei der Tafel und finanziell schon seit drei Jahren „auf Kante“ genäht. „Es ist eine tolle Einrichtung, und das Extra mit den Weihnachtskisten ist super, denn so bekomme ich Sachen, die sonst nicht drin sind“, sagt er offen.

Peter Schoenen freut sich über die Weihnachtskisten-Aktion der Tafel und unserer Zeitung.

Seine Beinerkrankung fesselt ihn seit Jahren an den Elektroscooter, fast 50 Operationen hat er schon durchlebt, auf dem Weg ist ihm nicht viel geblieben. So bedankt er sich herzlich, ehe er mit seinem Sohn die Lohnhalle wieder verlässt und sich auf den Heimweg nach Frelenberg macht.

Die Freiwilligen der Tafel verwandelten das Foyer der evangelischen Kirche an der Lohausstraße in Gangelt in ein kleines Café. Das freute natürlich auch Karin Herper (4.v.l.), die die Ausgabestelle leitet.

Ein paar Kilometer weiter freut sich auch Larissa Priep auf die gesellige Kaffeerunde bei der Tafel in Geilenkirchen. In den Räumen der evangelischen Kirche sieht sie aber nicht nur die vielen fleißigen Hände am Tag der Ausgabe. Ihre Leidenschaft ist das Nähen, sie ist fast das ganze Jahr über damit beschäftigt, Schürzen anzufertigen. „18 davon haben wir in diesem Jahr bekommen, immer zwei pro Nase und das in jedem Jahr“, erzählt Karin Popierz.

Auf den Beweggrund für diese ganz persönlichen Ausrüstungsgegenstände für die Ehrenamtler der Tafel angesprochen, sagt Larissa Priep nur kurz, dass sie die Leute hier einfach so gerne mag. „Die haben immer gute Laune, beraten mich, und ich gebe ihnen gerne etwas zurück, um mich bei ihnen zu bedanken“, sagt die Tafelkundin. Emanuel Schneider ist zwar ein stiller Geselle, aber auch er liebt die Geselligkeit in der Runde und freut sich, beim gemeinsamen Schürzenfoto im Kreise der Damen zu stehen.

Ein nettes Kaffeekränzchen hat sich derweil auch in der evangelischen Kirche in Gangelt zusammengefunden. Hier wurden am Mittwoch die Pakete gesammelt, neu für die Kunden zusammengestellt und bei der Gelegenheit auch mit Spielzeug für die vielen Kinder versehen. „Wir waren gestern neun Stunden hier, und heute wird für unsere Helfer auch ein langer Tag“, sagt Karin Herper von der Ausgabestelle.

Auch darum hat sich das Foyer der Kirche an der Lohausstraße in ein kleines Café verwandelt. Hier gibt es für Kunden und für Helfer nicht nur die Gelegenheit, sich beim Kaffee aufzuwärmen. „Wir kommen natürlich auch bei einem leckeren Stückchen Christstollen ins Gespräch“, verrät Karin Herper, während Franz-Josef Schippers am Nebentisch noch Kaffee nachschenkt.

Nachschlag hätte nicht nur bei der Weihnachtskisten-Aktion übrigens auch die Vereinsvorsitzende Roswitha Bischhaus gut gebrauchen können. „Wir haben zwar insgesamt mehr Pakete bekommen als im letzten Jahr, aber eigentlich sind es immer zu wenig“, sagt sie. Sie klagt aber nicht, sondern freut sich über die Hilfe, die gerade in der Weihnachtszeit besonders geschätzt wird, und bedankt sich bei Helfern wie Spendern gleichermaßen. „Schön wäre es aber, wenn wir das ganze Jahr über genügend Spenden hätten, um alle unsere Kunden immer gut versorgen zu können“, sagt sie und hofft, dass sich dieser Wunsch 2018 (vielleicht) erfüllt.