Übach-Palenberg: Caritas sagt den Ehrenamtlern „Dankeschön“

Übach-Palenberg : Caritas sagt den Ehrenamtlern „Dankeschön“

Traditionsgemäß hat Nicole Abels, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, alle ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeiter der Pfarrei St. Petrus Übach-Palenberg zu einem Dankeschön-Nachmittag eingeladen, um sich für das ehrenamtliche Engagement zu bedanken.

Dieser Nachmittag findet immer im Wechsel in den sechs Gemeinden der Pfarrei statt, so dass nun Palenberg an der Reihe war. Treffpunkt war der Theresiensaal unter der Kirche St. Theresia, um bei Kaffee und Kuchen einen schönen Nachmittag zu verleben, aber auch um die Caritas-Mitarbeiter aus Palenberg für ihr langjähriges, karitatives Tun zu ehren.

Die Goldene Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes, eine Urkunde und eine weiße Rose überreichte Nicole Abels Renate Klose und Elisabeth Jansing für ihr jeweils 15 Jahre andauerndes ehrenamtliches Engagement.

Zuvor hatte sie sich an alle ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeiter gewandt. „Den Dankeschön-Nachmittag gibt es nun schon seit 15 Jahren“, also genau so viele Jahre, wie sich die beiden Geehrten schon engagieren.

Sie freue sich jedes Jahr, dieses Treffen vorbereiten zu können, sagte Abels. Es sei ein Dankeschön für die unermüdliche Arbeit über das ganze Jahr, die die Caritas-Mitarbeiter im Krankenhausbesuchsdienst, den Besuchsdiensten zu Geburtstagen, Informationsangeboten, Freizeitveranstaltungen oder Seniorennachmittagen leisten, sowie dafür, dass sie alle alten und kranken Menschen sowie bedürftigen Familien zur Seite stehen und Menschen, die in Not sind, helfen.

„Wir sind heute die kleinste Runde nach all den Jahren“, stellte Abels dann fest. Begonnen hätten die Dankeschön-Nachmittage mit 40 bis 50 ehrenamtlichen Caritas-Mitarbeitern. Im Laufe der Jahre sei die Zahl derer, die ehrenamtlich in der Caritasarbeit tätig seien, geschrumpft. „Dennoch möchte ich Ihnen Mut zusprechen. Die Caritasarbeit ist und bleibt eine wichtige Aufgabe“, so Nicole Abels. Alle Helfer bekämen viel von den Menschen zurück, die sie begleiten. „Sie alle leben Caritas, sie leben Nächstenliebe.“ Vieles gehe heute verloren. Die Ehrenamtler würden jedoch dafür sorgen, dass die Nächstenliebe nicht dazu gehört.

Um die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes zu unterstreichen, las Nicole Abels einen Auszug aus einem Interview mit Dr. Bettina Hollstein von der Universität Erfurt vor, bei dem es um die Frage „Was bedeutet das Ehrenamt für unsere heutige Gesellschaft?“ ging. Daraus geht hervor, dass ein Drittel der Bevölkerung ehrenamtlich aktiv ist, ein Drittel sich eine ehrenamtliche Tätigkeit vorstellen kann und ein Drittel kein Interesse am Ehrenamt hat. Das Ehrenamt ist nach Dr. Hollstein auf der individuellen Ebene ein Ort, wo man seine Vorstellungen des Guten ausdrücken kann, aber kein Ersatz für den Sozialstaat.

„Sie alle sind deshalb wichtig für uns als Caritasverband. Sie sind vor Ort und stehen für den Verband“, fuhr Abels fort.

Nach der Ehrung saßen die Caritas-Mitarbeiter noch bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauschten sich aus.

(red)