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Geilenkirchen: Cannabis in der Gewerbehalle

Geilenkirchen : Cannabis in der Gewerbehalle

Vertagt wurde eine Verhandlung vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Anselm Pütz gegen einen 45-jährigen Angeklagten aus Übach-Palenberg, dem vorgeworfen wird, in einer Halle in Übach-Palenberg eine professionell angelegte Plantage mit 300 Cannabis-Pflanzen angelegt und unterhalten zu haben.

Staatsanwalt Bernd Drews warf dem Angeklagten weiter vor, in einem Raum der Halle schon einmal geerntet zu haben. Die Ernte der insgesamt 285 Pflanzen ergab 52,3 Kilogramm Cannabis, das allerdings noch getrocknet werden muss und dann eine Menge von 1739 Gramm mit einem Wirkstoff von 716 Gramm THC ergeben hatte.

Es ist zu vermuten, dass, als die anonyme Anzeige bei der Kreispolizeibehörde beim Landrat in Heinsberg eingegangen war, bereits eine zweite Aufzucht von rund 300 Pflanzen angelegt war. Ein weiterer Raum zur Aufzucht von Cannabis-Pflanzen sei in Vorbereitung gewesen.

Soweit die Anklage der Staatsanwaltschaft. Für den Angeklagten gab Strafverteidiger Wilhelm Richartz die Erklärung ab, dass die erste Aufzucht einer Plantage mit 285 Pflanzen eingeräumt wird. Eine weitere Anlage einer Plantage wurde bestritten. Da zu diesem Verhandlungstermin keine Zeugen geladen waren, entschied das Schöffengericht nach kurzer Beratung, die Verhandlung zu vertagen. Ferner wurde beschlossen, dass ein Sachverständiger beauftragt werden soll.

„Der Sachverständige soll feststellen, wann die Plantage frühestmöglich angelegt worden ist”, so der Richter. Zudem soll durch diesen Sachverständigen festgestellt werden, ob an den Pflanzen durch Milbenbefall braune Flecken entstehen können.