Übach-Palenberg: BSG Übach-Palenberg ist eine sportliche Heimat

Übach-Palenberg: BSG Übach-Palenberg ist eine sportliche Heimat

„Denkt daran: in diesem Jahr feiert unser Verein sein 50-jähriges Bestehen“, hatte Franz-Josef Szymanski noch im März ins Gedächtnis gerufen. Der Mann, der 26 Jahre an der Spitze der nur kurz BSG genannten Behinderten-Sportgemeinschaft Übach-Palenberg stand, hatte damals sein Amt abgegeben.

Der neue Vorstand schaffte mit der gelungenen, eher klein gehaltenen Feier zum Vereinsjubiläum nun den ersten Beweis, dass er auch „liefern“ kann, also dem Wunsch des ehemaligen Vorsitzenden nachgekommen ist.

Dazu traf sich ein Großteil der aktuell 75 Mitglieder in der Vereinsstätte Frelenberg über den Räumlichkeiten der Feuerwehr. Neben einer Möglichkeit zum Austausch und zu guten Gesprächen gab es natürlich auch einen kleinen Rückblick auf die Geschichte des Vereins.

Im April 1967 wurde die Gruppe als „Versehrtensportgemeinschaft“ Übach-Palenberg durch 15 Kriegsversehrte gegründet. „Im Laufe der Jahre stiegen die Mitgliederzahlen bis auf 130, 1974 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister“, berichtete Vorsitzender Ralf Volles. Vom stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Kastler kamen dann die weiteren Eckdaten und Entwicklungen.

„Da die Kriegsversehrten immer weniger wurden, traten auch Unfall- und Zivilgeschädigte bei, was darin mündete, dass der Verein im Dezember 1979 in Behinderten-Sportgemeinschaft umbenannt wurde“, so Kastler.

Gut fürs Selbstbewusstsein

Seit einem halben Jahrhundert ist die BSG nun die sportliche Heimat für Menschen mit einer Behinderung, sei es bei Wassergymnastik, Schwimmen, Gymnastik in der Sporthalle oder Spielen wie Bosseln, Faustball und Kegeln. „Neben diesen vielfältigen Möglichkeiten gibt es bei uns immer wieder gesellige Runden und Feiern“, ergänzte der ehemalige Vorsitzende „Menn“ Szymanski.

„Gerade der Sport ist eine gute Möglichkeit, um die eigenen Fähigkeiten zu entfalten, oder um das eigene Selbstvertrauen zu stärken“, war auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sicher. In seinem Beisein wurde Szymanski für seine lange Vorstandsarbeit geehrt. „Ohne ihn gäbe es uns als Verein wahrscheinlich nicht mehr“, lobte Vorsitzender Ralf Volles.

Neben dem gemeinsamen Essen und Beisammensein stand noch die Auszeichnung der Sportabzeichenträger auf dem Programm. Mit Bronze und acht Wiederholungen wurde Josef Kreutzer geehrt. Ralf Volles, Uli Piez (je eine Wiederholung), Paul Josef Gerschel (2) und Hermann Basten (3) erhielten das Silberne Sportabzeichen.

Das Deutsche Sportabzeichen in Gold erhielten schließlich Wilfried Weinmann (14 Wiederholungen), Franz-Josef Szymanski und Hans-Günter Strauch (je 20), Gerd Segerer (14), Andreas Poeschkens (2), Jürgen Müller (14), Georg Menzel (1), Franz Menne (11), Hans-Jürgen Kastler (16) und Manfred Henn (16).

Dafür und für die Leistungen des Vorstandes gab es am Ende den verdienten Applaus der Anwesenden.