Übach-Palenberg - Boarding Hotel in Übach-Palenberg: Baubeginn noch diesen Monat

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Boarding Hotel in Übach-Palenberg: Baubeginn noch diesen Monat

Von: jpm
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Verschwindet nur zum Teil, nicht komplett: der Parkplatz an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/An der Linde. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. Lange war es angekündigt, nun könnte alles ganz schnell gehen: Für das geplante Boarding Hotel an der Übach-Palenberger Friedrich-Ebert-Straße ist noch in diesem Monat Baubeginn. Das jedenfalls sieht die Planung des Investors, der Aixact Immobilien GmbH, zur Stunde vor.

Bei einem Boarding Hotel handelt es sich um eine Form eines Herbergsbetriebs, die zwischen einem herkömmlichen Hotel und einem Appartement liegt. Ausgelegt ist es für Gäste, die sich längerfristig vor Ort aufhalten. Ein solches Gebäude mit 50 Zimmern, die unter anderem die Möglichkeit zum Kochen bieten, soll an der Ecke Friedrich-Ebert-Straße/An der Linde entstehen, also nur einen Steinwurf vom Rathausplatz enfernt.

Als Generalunternehmen wurde die Firma Derichs und Konertz aus Aachen beauftragt, die Architekten sind vom Büro Casademont, ebenfalls aus Aachen. Die Bauzeit wird planmäßig 14 Monate betragen. Demnach wäre im März oder April 2019 alles fertig.

Auf dem vorgesehenen Grundstück befindet sich zurzeit noch ein Parkplatz, der teilweise überbaut werden wird. Er ist auch der Hauptgrund dafür, dass das Vorhaben in Übach-Palenberg nicht nur Freunde fand. Die Anwohner und auch vor Ort ansässige Geschäftsleute und Ärzte fürchten ein empfindliches Ansteigen des Parkdrucks. Für die Stadt hingegen ist das Projekt auch mit Blick auf die Innenverdichtung entlang der Friedrich-Ebert-Straße von einiger Bedeutung.

Angst um die Außenspiegel

Aus Reihen der Bürger wurde auch versucht, gegen das Projekt vorzugehen, allerdings kam der Protest anders als etwa in Sachen Baugebiete Beyelsfeld und vor allen Dingen Mariental nie wirklich in Fahrt. Die Stadtverwaltung bestätigte unserer Zeitung, dass in der Sache zwei Unterschriftensammlungen für den Erhalt des Parkplatzes vorgelegt worden seien.

Allerdings mangelte es wohl an der Einhaltung der zu berücksichtigenden Formalitäten: „Einem Schreiben waren Blätter mit 106 Unterschriften beigefügt, dem anderen Schreiben war ein Blatt mit 13 Unterschriften beigefügt. Eine Überprüfung der Unterschriften auf Richtigkeit erfolgte nicht“, teilt Pressesprecher Thomas de Jong mit. „Dies hätte sich auch schwierig gestaltet, da in keinem Fall die komplette Anschrift angegeben wurde und in den weitaus meisten Fällen sogar der Vorname nicht angegeben war.“ Im zweiten Schreiben sei nicht einmal eine konkrete Forderung erhoben worden. Die Angelegenheit war damit für das Rathaus offenbar erledigt. Die notwendigen politischen Beschlüsse waren ohnehin längst gefasst.

Zumindest aber wurde so ein gewisser Unwille dokumentiert, womit wohl auch zu erklären ist, dass der Investor nunmehr selbst mit einem sehr freundlich formulierten Schreiben an die Anwohner des Rathausplatzes und Em Koddes herantritt. Gleich im ersten Absatz wird darauf hingewiesen, dass nicht etwa der komplette Parkplatz überbaut wird – der südliche Teil verbleibe im Besitz der Stadt und könne weiter genutzt werden.

Die verbleibenden Parkplätze würden neu geordnet, es bleibe dann noch Platz für circa 25 Fahrzeuge. Ferner wird daran erinnert, dass die Stadt plant, die Parkplätze an der Friedrich-Ebert-Straße zu verbreitern. Diese werden aus Angst der Halter um ihre Außenspiegel zurzeit praktisch nicht genutzt.

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