Geilenkirchen: Besondere Atmosphäre beim Weinfest in Geilenkirchen

Geilenkirchen : Besondere Atmosphäre beim Weinfest in Geilenkirchen

Die Liebe der Geilenkirchener zu ihrem Weinfest ist ungebrochen. Auch bei der 14. Auflage war der Besucherzuspruch enorm. Aus der ganzen Region waren die Freunde gepflegter Geselligkeit auf den Geilenkirchener Marktplatz gekommen. Menschen aller Generationen feierten drei Tage gemeinsam, dicht gedrängt, aber entspannt — eine ganz besondere Atmosphäre.

Das Weinangebot stand selbstverständlich im Mittelpunkt. Doch auch ein leckeres Bier, sogar regional gebraut, sorgte für Gaumenfreuden.

Verdursten musste niemand in Geilenkirchen. Ob lieblich oder trocken, für jeden Weinliebhaber fand sich ein Tröpfchen. Auch den Sekt ließ man sich schmecken. Foto: Dettmar Fischer

Auch das kulinarische Angebot bewegte sich auf hohem Niveau. Frische Produkte, frisch zubereitet, wurden von den Marktbesuchern honoriert. Ganz richtig hatte Karl-Heinz Esser, 1. Vorsitzender des marktausrichtenden Aktionskreises Geilenkirchen, bei seiner Eröffnungsrede festgestellt, dass man sich in Geilenkirchen „sauwohl“ fühlen könne. Die Bemerkung hatte Bürgermeister Georg Schmitz zu dem Scherz angeregt, dass Karl-Heinz Esser wohl sein Beruf als Fleischermeister auf „sauwohl“ gebracht haben könnte.

Markus Reichardt (l.) vom Partyservice Schneebesen bereitete auf einem speziellen Grill Köstlichkeiten für die Besucher des Weinfestes zu. Foto: Dettmar Fischer

Gute Stimmung

Wie dem auch sei, „sauwohl“ passte auf jeden Fall perfekt zur Stimmungslage der Besucher des Geilenkirchener Weinfestes. „Marktmeister“ Detlef Kerseboom trägt sicherlich mit dazu bei, dass alles rund läuft und die Händler immer wieder gerne nach Geilenkirchen kommen. Die Organisation des Festes und seine Entwicklung von den Anfängen auf dem Friedlandplatz bis zur heutigen Größe mit 23 Ständen werden durchweg gelobt.

Als stellvertretender Geschäftsführer des Aktionskreises hat Kerseboom mit gutem Gespür den Markt zu dem gemacht, was er heute ist, ein familienfreundlicher Publikumsmagnet auf hohem Niveau.

Die Mischung stimmt einfach. Das sagt auch Steffen Bähr. Der Weinhändler aus dem rheinlandpfälzischen Langenlosheim ist von Anfang an auf dem Geilenkirchener Weinfest präsent. Durch eine Annonce „Aussteller für Weinfest gesucht“ war er zufällig auf Geilenkirchen aufmerksam geworden. Seitdem kommt er jedes Jahr, wegen der guten Stimmung, der perfekten Organisation, den netten Leuten und sicherlich auch wegen des guten Absatzes, den seine Weine finden. „Super toll“, findet Steffen Bähr das Fest, „die Leute mögen die Mischung aus Essen und Getränken. Die Atmosphäre ist richtig gut. Es macht immer wieder Spaß, hierher zu kommen.“ Es seien schon richtige Freundschaften mit den Gästen entstanden. Einige hätte ihn schon auf seinem Weingut besucht.

Rippchen und Chips

Ein paar Schritte weiter neben dem Weinstand von Steffen Bähr bietet Paulo Raposo Rippchen und Chips an. Raposo sagt lachend: „Ich befürchte, wenn ich mal ohne Rippchen komme, werde ich gesteinigt.“ Er pinsel noch schnell etwas vom delikaten Sößchen über die Rippchen, dann kann der Teller raus an einen der hungrigen Weinfestbesucher.

Einige Damen aus Gangelt lassen es in diesem Jahr etwas ruhiger angehen. Sie kommen seit sechs Jahren zum Weinfest. „Letztes Jahr haben wir alles probiert, das kam am nächsten Tag gar nicht gut“, meint eine Besucherin. Die Gangelterinnen haben sich einen der 200 Sitzplätze gesichert und trinken ein Gläschen Roten, ein Gläschen Weißen und auch mal ein Wässerchen zwischendurch. Markus Reichardt, Inhaber des Partyservice Schneebesen, bekocht die Damen an diesem Abend und viele andere Besucher beim dreitägigen Weinfest gleich mit. Reichardt hat mit seiner Crew ein großes Küchenzelt aufgebaut und einen ungewöhnlichen, kreisrunden Grill, auf dem er frische Pfifferlinge und Fleischspieße grillt.

Lob für Detlef Kerseboom

Er freut sich über die Geselligkeit der Geilenkirchener und ihre Offenheit. Markus Reichardt: „Das Weinfest wurde schön ausgebaut über die Jahre, und man lässt uns machen.“ Letzteres Lob gilt sicherlich Detlef Kerseboom, der ein Händchen hat, für den richtigen Ton im Umgang mit Händlern und Besuchern. So trägt er mit zur ganz speziellen, entspannten Atmosphäre bei, die auch das 14. Geilenkirchener Weinfest charakterisiert.

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