Übach-Palenberg: Berufsbörse: Leuchtendes Lötmännchen lockt Schüler

Übach-Palenberg: Berufsbörse: Leuchtendes Lötmännchen lockt Schüler

„Es macht Spaß, wenn alle zufrieden sind“, konstatieren Elke Philipp, Studien- und Berufswahlkoordinatorin an der Willy-Brandt-Gesamtschule, und Schulleiter Wolfgang Ehmig. Beide freuen sich über den großen Erfolg der elften Berufsbörse unter dem Motto „It‘s your life!“, bei der sich Interessierte über Berufsausbildung und Studium informierten.

69 Firmen und Institutionen stellten sich vor. Wegen der großen Zahl hatten die Aussteller ihre Stände nicht nur im Pädagogischen Zentrum aufgebaut, sondern auch in den Foyers der Gesamt- und Realschule, im gesamten Techniktrakt sowie in zwei Klassenräumen.

Alle zwei Jahre bietet die Schule die Berufsbörse an. Elke Philipp, die das Event organisierte, sagt: „Die Resonanz der Unternehmen auf meine Einladungen war super. Wir haben für alle Schulabschlüsse die richtigen Vertreter hier. Die Eltern wurden ebenfalls informiert und sind in diesem Jahr besonders zahlreich gekommen.“ Um von der Veranstaltung bestmöglich zu profitieren, wurden die Schüler im Unterricht darauf vorbereitet.

Ehmig ergänzt: „Alle Schulen der Region sind von uns eingeladen worden, denn die Veranstaltung soll nicht für uns allein sein.“ Er freut sich: „1996 hatte die Berufsbörse zum ersten Mal stattgefunden — damals waren zehn Einrichtungen dabei, und bis heute hat sich die Zahl auf traumhafte 69 gesteigert!“ Philipp beobachtete: „98 Prozent der Aussteller kommen wieder.“ Von der Agentur für Arbeit, AMG Haustechnik, Ärztekammer Nordrhein über Berufskolleg Alsdorf, Bundesfreiwilligendienst, Europäische Fachhochschule, Rechtsanwaltskammer Köln, RWTH Aachen bis Uniklinikum Aachen, Zoll und Zuyd Hogeschool, um nur einige Aussteller zu nennen, reichte das Spektrum.

Aufgrund des riesigen Angebotes waren die Interessenten begeistert und „knubbelten“ sich geradezu an vielen Ständen. So auch Jillian Ortmanns (13), Göktug Deliktas (13) und Theresa Schürz (13) aus der achten Klasse der Realschule. „Wir haben uns vorher Berufe aufgeschrieben, die uns interessieren, und suchen sie nun“, berichten sie. Jillian möchte später in den Management-Bereich, Göktug Soldatin und Theresa Erzieherin werden.

Cedric Pohlen (15), Marian Jansen (15) und Nikolas Rupp (15) aus der neunten Klasse der Gesamtschule liebäugeln mit den Berufen Soldat, IT-Techniker und Moderator bei einem Fernsehsender, während Laura Zeller (15) und Michelle Bangel (15), ebenfalls aus der neunten Klasse, in der Verwaltung beziehungsweise im medizinischen Bereich arbeiten möchten. Die Mädchen stellen fest: „Hier sind sehr viele Firmen vertreten, woraus sich eine gute Möglichkeit ergibt, etwas Passendes zu finden. Auch für die Praktikumssuche ist es hilfreich.“ Lauras Mutter Barbara ist ebenfalls auf dem Gelände: „Ich möchte meine Tochter unterstützen.“

Viele Firmen bieten an diesem Tag Aktivitäten an, beispielsweise Matuschek Widerstandsschweißtechnik aus Alsdorf: Leon Straeten (16) und Joel Nobis (16), im ersten Ausbildungsjahr zum Elektroniker in diesem Unternehmen tätig, zeigten Schülern, wie sie selbst leuchtende Lötmännchen herstellen können. Die Firma SpanSet aus Übach-Palenberg hingegen ließ Interessierte unter Anleitung ihres Auszubildenden Pascal Schmidt mit einem Hammer Namen in Schlüsselanhänger stanzen, was Daniela Brückner (18) und Kathrin Simons (18) aus der 13. Klasse der Gesamtschule viel Vergnügen bereitete. Sie lobten: „Es ist sehr wichtig für die Oberstufe, dass wir uns hier informieren dürfen!“

Wolfgang Riege, Ausbildungsleiter für den technischen Bereich beim Wasserversorger Enwor, ist mit Justin Boshof (20) und Eric Zanders (20), zwei seiner Auszubildenden, vor Ort. Er betont: „Hier finden wir die Zielgruppe für den Beruf Elektroniker für Betriebstechnik und Anlagenmechaniker — die Klasse zehn ist die ideale Voraussetzung dafür.“

Vielleicht dem Berufsziel ein Stückchen näher, auf jeden Fall aber bereichert durch Informationen werden Schüler die elfte Berufsbörse sicher in guter Erinnerung behalten.