Geilenkirchen-Kraudorf: Beim FSV Kraudorf-Uetterath weht ein frischer Wind

Geilenkirchen-Kraudorf: Beim FSV Kraudorf-Uetterath weht ein frischer Wind

Dem FSV Kraudorf-Uetterath haftet ein wenig das Image der grauen Maus an. Dieses Image möchte der Club in den nächsten Jahren ablegen, der Auftakt zur Saison 2014/15 ist mit dem 5:2-Sieg bei der DJK BW Gillrath II in der Kreisliga C voll gelungen.

Im Vorjahr schien bereits der Weg eingeschlagen, bei der Stadtmeisterschaft stand das Team ganz dicht vor der großen Sensation. Der C-Ligist konnte diesen Schwung nicht über die Spielzeit retten.

Das soll in diesem Jahr anders werden. Mit Kevin Römer (20) kommt vom A-Ligisten FSV Geilenkirchen ein Eigengewächs zurück. „Ich bin beim FSV aufgewachsen, bin auch im Vorstand des Vereins und möchte nun mithelfen, hier eine Einheit zu formen“, sagt der junge Mann. In der Tat war das Vereinsschiff in Schieflage geraten. Die Frauenabteilung kriselte, im Seniorenbereich wurde es immer dunkler. In der problematischen Zeit zeigte sich die Verbundenheit und Identifikation einiger FSV-ler ganz besonders, nicht zuletzt auch Kevin Römer. Der spielte beim FSV Geilenkirchen eine gute Saison. Dennoch entschied er sich zur Rückkehr und übernahm gleich den Part des Spielertrainers.

Weitere ehemalige Jugendspieler wurden vom Konzept überzeugt — es herrscht „Neustart“ an allen Ecken und Kanten. Mit Frithjof Wolter (Union Schafhausen), Carsten Schaps (SG Würm-Lindern), Manuel Dosal Lopez (SC Wegberg), Niklas Vergossen (VFR Tüddern), Christian Mackowiak (FSV Geilenkirchen) Alban Gashi (FC Heinsberg-Lieck) und Swen Freyer (Constantia Geronsweiler) freut Römer sich über sieben Neuzugänge — es bewegt sich was beim FSV Kraudorf-Uetterath.

„Wir wollen nun erst einmal eine ruhige Saison spielen und uns finden. Und dann schauen wir langsam weiter. Wir setzen uns nicht gleich unter Druck, wir haben einen Dreijahresplan und möchten mit und mit eine stärkere Einheit werden“, sagt Kevin Römer. Bedenken, der junge Spielertrainer würde besonders von den älteren Spielern nicht akzeptiert, waren im Grunde nie ein Thema — gemeinsam möchte man beim FSV etwas aufbauen. Vorsitzender Peter Biermanns freut sich über diese Entwicklung im Club und ist überzeugt dass das Konzept schon bald seine Wirkung zeigt.

(agsb)