Geilenkirchen: Bei Schneewittchen 2.0 darf Facebook nicht fehlen

Geilenkirchen : Bei Schneewittchen 2.0 darf Facebook nicht fehlen

Zwei gelungene „Premieren“ feierte der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen mit den Aufführungen der Komödie „Schneewittchen 2.0“. Der Regisseur des DasDa-Theaters Aachen, Achim Bieler, hatte den Märchenstoff mit modernen Elementen versehen.

So boten sich den jungen Schauspielern, die unter der Leitung von Lehrerin Sarah Heise agierten, viele Möglichkeiten, Kommunikationsmittel der Gegenwart wie Handy und Facebook in ihr Spiel einzubauen. Die Geschichte blieb aber die alte und wurde dennoch neu und amüsant auf die Bühne gebracht.

Die Schüler des Literaturkurses hatten zwei Ensembles auf die Beine gestellt, die an zwei Abenden in unterschiedlichen Besetzungen agierten, so dass man durchaus von zwei Premieren sprechen konnte. Lehrerein Sarah Heise war mehr als zufrieden mit den Darbietungen ihrer Schauspieler: „Die Schüler haben meine Erwartungen noch übertroffen. Alles ist wunderbar glatt gelaufen.“

Das Bühnenbild war zwar äußerst reduziert gehalten, es gab zwei kleine Zäune und am Ende ein paar Kerzenleuchter, die aber ausreichten, einen Ballsaal darzustellen. Dass die Aufführungen auch ohne großes Bühnenbild auskamen, war sicherlich dem Spiel der jungen Akteure zu verdanken. Haupt- und Nebenrollen waren vortrefflich besetzt, und jeder Schauspieler ging in seiner Rolle auf.

Zwerge mit Puppen

Ein schöner Regieeinfall war die Inszenierung der sieben Zwerge, die von schwarz gekleideten Schauspielern mit weiß gekleideten Puppen im Schwarzlicht dargestellt wurden. Lea Christin Simons und Ines Galic war die dankbare Rolle der bösen Stiefmutter Königin Astrid zugefallen. Auf der anderen Seite spielten Isabella Schreiber und Laura Groß das schöne Schneewittchen, das, wie gleich sechs Spiegel meinten, tausendmal schöner sei als die böse Stiefmutter.

Auch sehr schön gelöst war die Möglichkeit, die Geschichte zu raffen, indem ein erzählender Spiegel die Handlung voranbrachte. Hilal Cacir und Vanessa Engel spielten die Spiegel-Erzähler. Michelle Holländer agierte als eine der wenigen Schauspieler gleich in beiden Premieren als Wolf. Auch sie war in schwarz gekleidet und trug den Wolf als Plüschtier auf dem Arm.

Die Inszenierung war so dicht angelegt, dass solche Inszenierungsvarianten durchaus stimmig waren. Die Schüler boten ihrem Publikum zwei wunderbare Aufführungen eines modernen Märchens dar. „Schneewittchen 2.0“ wurde vom engagierten und lebendigen Spiel der jungen Akteure getragen.

Begeisterndes Ensemble

Folgende Schauspieler wurden mit einem begeistertem Applaus des Publikums belohnt: Hilal Cakir, Maike Commerscheidt, Raffaela D´Ambrosio, Alicia Dahlmanns, Vanessa Engel, Ines Galic, Laura Groß, Michelle Holländer, Sven Jäger, Anne Jörissen, Jill Loh, Simon Pennartz, Isabella Schreiber, Lea Christin Simons und Caspar von Fürstenberg.

Mehr von Aachener Zeitung