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Übach-Palenberg: Bebauungsplan für Schokofabrik und Aus für GGS

Übach-Palenberg : Bebauungsplan für Schokofabrik und Aus für GGS

Enttäuscht zogen die Schüler-Eltern nach dem Votum ab: Mit nur einer Gegenstimme hatte der Stadtrat in seiner Sondersitzung die Schließung der Marienberger Gemeinschaftsgrundschule (GGS) beschlossen.

Die Vertreter der Fraktionen hatten zuvor betont, dass ihnen nur diese eine Entscheidung bleibe, das Gesetz schreibe im Falle der Marienberger Zwergschule nun mal zwingend eine Auflösung vor. Den Kommunalpolitikern lag ein Schreiben der Kölner Bezirksregierung vor (wie berichtet), in dem sowohl die Möglichkeiten einer integrativen Beschulung (in Kooperation mit der benachbarten Comeniusschule) als auch ein Grundschulverbund rechtlich als nicht realisierbar dargestellt wurden.

Zweiter Tagesordnungspunkt der Sondersitzung war die Änderung des Bebauungsplans Nr. 85 (David-Hansemann-Straße) für die geplante Schokoladen- und Backwarenfabrik im Gewerbegebiet Holthausen. Der Rat erteilte sein einstimmiges Placet.

Zuvor waren die Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange abgehandelt worden. Lediglich der Einwurf des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege machte Kopfzerbrechen: Was passiert, wenn tatsächlich archäologische Funde unter dem zu bebauenden Areal entdeckt werden? Eine keineswegs abwegige Vermutung angesichts der Tatsache, dass in der Nähe die römische „via belgica” frei geschaufelt wurde.

Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll bezeichnete einen Neufund vor dem Hintergrund der langsam reifenden Fabrik-Pläne als „worst case” - als schlechtest anzunehmenden Fall.