Geilenkirchen: „Bauphysikalisch bedenklich“: Doch keine Graffiti am Schulzentrum

Geilenkirchen: „Bauphysikalisch bedenklich“: Doch keine Graffiti am Schulzentrum

Ob das hier gezeigte Gesamtwerk nun hübsch ist oder nicht, das liegt wie so oft, wenn es um Kunst geht, im Auge des Betrachters. Fest steht: Die Graffiti sind legal aufgebracht. Und die Erlaubnis dafür war gut gedacht, aber nicht hinreichend durchdacht. Jedenfalls wenn man heute die Verwaltung fragt.

Und darum soll der Jugend- und Sozialausschuss in seiner heutigen Sitzung einen sechseinhalb Jahre alten Ratsbeschluss rückgängig machen.

Es war im November 2008, als der Stadtrat in Übach-Palenberg die Verwaltung damit beauftragte, die Wände der Sporthalle am Schulzentrum für Graffiti zur Verfügung zu stellen — „soweit das Einvernehmen der betroffenen Schulen hergestellt werden konnte“.

Das hat ganz offensichtlich gut funktioniert, wie die kunterbunten und mit teils bizarren Motiven versehenen Wände der Sporthalle beweisen. Aber: Die Sache ist „bauphysikalisch bedenklich“, so die aktuelle Einschätzung der Verwaltung. Die Gebäudesubstanz werde durch die Lösungsmittel beschädigt und das „Luftaustauschvermögen“ geschädigt. Es sei sogar denkbar, dass die Dämmschichten im Inneren der Wand anfangen zu verrotten.

Davon abgesehen hatten einige Sprayer es wohl auch für legitim gehalten, die Fenster der Halle gleich mit einzusprühen. „Der Lichteinfall in den Fluchtweg der Turnhalle ist hierdurch bedenklich vermindert worden.“

(jpm)
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