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Übach-Palenberg: Bahnhof ist noch immer ein Provisorium

Übach-Palenberg : Bahnhof ist noch immer ein Provisorium

Vorne schmeichelt das schöne große kombinierte Senioren- und Jugendzentrum dem Auge, hinten bleibt der Bahnhof, wie er schon immer war.

So stellt sich derzeit die Situation für Bahnreisende aus dem Stadtgebiet Übach-Palenberg dar. Sie finden neben der Zugangssituation zu Gleis 1 auch das gleiche Provisorium, das schon vor Jahresfrist den Fußgängertunnel mit dem ehemaligen Hauptgebäude verband.

Eigentlich wollte die Bahn längst statt der hölzernen Behelfstreppe eine feste Lösung installieren. Und eigentlich sollte auch das nicht mehr benötigte Gleis 3 abgebaut werden. Doch wie der Beigeordnete für Planen und Bauen, Volker Schlüter, mitteilte, werden diese Pläne noch lange in den Schubladen der Bahn AG schlummern.

„Es sollte bereits fertig sein”, so Schlüter, und damit meint er den Eingang zur Unterführung, den Rückbau des nicht mehr benötigten Schienenstücks und die komplette Neugestaltung des Bahnhofsbereiches.

Mehr Züge halten

Zwar halten hier seit dem Fahrplanwechsel mehr Züge denn je, doch der Komfort für die Reisenden und Pendler habe sich nicht verbessert. So schimmert durch die hölzernen Treppenstufen immer mehr Abfall und der Bauzaun bemüht sich als den Stürmen nicht gewachsene Absperrung zum Senioren- und Jugendzentrum um Standfestigkeit.

Und das, obwohl die Zuwendungsbescheide schon längst ergangen sind. „Doch von Seiten der Bahn tut sich nichts”, so Schlüter. Er beruft sich auf eine Mitteilung der Bahn AG, die eine Lösung erst „in einigen Jahren” in Aussicht stellt. Grund dafür sei vor allem der Bau einer neuen Signaltechnik, die sehr teuer sei, um den Sicherheitsstandard der Bahn zu erfüllen.

Doch gerade dieses Geld sei im knappen Haushalt der Bahn nicht vorhanden. So bleibt den Reisenden auch mittelfristig nur der Weg über die Holztreppe in den dunklen Fußgängertunnel, der immer noch den fragwürdigen Charme des alten, maroden Bahnhofsgebäudes ausstrahlt, das früher im Herzen von Palenberg seinen Platz hatte.