Neugestaltung des Rathausplatzes: Bäume werden noch diesen Monat gefällt

Neugestaltung des Rathausplatzes : Bäume werden noch diesen Monat gefällt

Im Rat beschlossen ist sie schon eine Zeit lang; jetzt wird die Neugestaltung des Rathausplatzes in Übach-Palenberg auch bald starten. Der Baubeginn der umfangreichen Kanal- und Straßenbaumaßnahme ist für Anfang Juli 2019 geplant.

Der jecke Rathaussturm, die Maifeier und das Weinfest werden also noch in der gewohnten Form staffinden. „Rechtzeitig vor Beginn der Vogelbrutschutzzeit am 1. März müssen im Februar allerdings bereits die notwendigen Baumfällungen ausgeführt werden“, weist die Stadt Übach-Palenberg in einer Pressemitteilung hin. Und weiter: „Wie bekannt, hatten es sich Verwaltung und Planer wahrlich nicht leicht gemacht, eine neue Trasse für die Fahrbahn der durchgehenden Kreisstraße 11 von der Dammstraße bis zum Kreisel Friedrich-Ebert-Straße zu finden, die den Baumbestand, insbesondere das Platanendach, weniger in Mitleidenschaft ziehen würde.“

Kein Umpflanzen möglich

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch meint dazu: „Uns ist natürlich der Wert eines jeden einzelnen Baums bezüglich des ökologischen Kleinklimas sehr bewusst. Wir haben jedoch unter dem Strich den ökologischen Vorteilen der künftigen flüssigen Linienführung über den Rathausplatz den Vorzug gegeben, beseitigt die neue Trasse doch die mit hohem Unfall- und Staupotenzial ausgestattete, verkehrlich und letztlich aufgrund der Staus auch ökologisch völlig unbefriedigende Verkehrssituation.“

Die Stadt habe geprüft, ob man insbesondere die Platanen, in die reichlich Pflege investiert worden sei, mitsamt Wurzelwerk an anderer Stelle neu einpflanzen könnte, so der Bürgermeister. Dies ist aber wegen der Ver- und Entsorgungsleitungen nicht möglich. Diese würden beim Ausgraben der Platanen unweigerlich beschädigt werden.

Unabhängig davon könnten die Baumexperten keine Garantie dafür abgeben, dass die Bäume an anderer Stelle wieder gesund anwachsen.

„Darüber hinaus wären der Baumaushub, der Transport und die Neuanpflanzung der alten Bäume kostenintensiver als die Anschaffung von neuen Bäumen“, ergänzt der Erste Stadtbeigeordnete Helmut Mainz.

Stümpfe bleiben zunächst stehen

„Unter Abwägung der ökologischen und der wirtschaftlichen Aspekte haben wir uns schweren Herzens zur Fällung entschlossen, wie dies im Übrigen auch vom Rat der Stadt in seiner Sitzung am 21. August 2018 so beschlossen wurde“, so Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch weiter. „Selbstverständlich werden wir auf dem Rathausplatz jedoch für adäquaten Ersatz sorgen, der auch die Belange der Allergiker noch intensiver als bisher berücksichtigt. Das ist mir sehr wichtig!“

Bei der Fällung der Bäume sollen die Wurzeln und ein Baumstumpf mit einer Höhe von ca. zwei Metern stehen bleiben. So sei sichergestellt, dass niemand über die Wurzeln zu Sturz kommt, informiert die Stadt. Die Baumstümpfe werden dann bei der später folgenenden Ausbaumaßnahme rückstandsfrei beseitigt.

(red)