Geilenkirchen: Awacs-Nachtflüge: Initiative prüft Einstweilige Verfügung

Geilenkirchen: Awacs-Nachtflüge: Initiative prüft Einstweilige Verfügung

Die Initiative gegen Awacs-Emissionen e.V. hat die Mitteilung des E-3A-Nato-Verbandes zu den bis Ende Juni geplanten Nachtflügen mit Erstaunen zur Kenntnis genommen. Elisabeth Solty nimmt für die Initiative Stellung.

„Der Verband betonte immer wieder, dass er alles tut, um die Belastung der Bürger möglichst gering zu halten.” Da der Austausch der Triebwerke nicht im Einflussbereich der Verantwortlichen auf der Base liegt, werde dies im Wesentlichen durch Einhaltung von Platzöffnungszeiten und Verlegung von Übungsflügen in den Simulator sowie schonende Anflugverfahren versucht. Dass jetzt die durch die Vulkanasche hervorgerufenen Trainingsausfälle in der Nacht nachgeholt werden sollen, mache, so Solty weiter, diese Absicht unglaubwürdig.

Die Initiative hoffe, dass der Verband die angekündigten Nachttrainingsflüge noch einmal überdenkt.

„Sollte es zu einem erhöhten Nachtflugaufkommen und damit zwangsläufig zu Überschreitungen der zulässigen Lärmschutzpegel für die Nachtzeit kommen, wird nach Meinung der Initiative eine Gesundheitsgefährdung vorliegen”, führte Solty aus.

In diesem Fall müsse das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg im Rahmen seiner Fürsorgepflicht einschreiten und die sofortige Einstellung der Nachtflüge fordern.

„Die Initiative wird die rechtliche Möglichkeit einer Einstweiligen Verfügung mit dem Ziel des nächtlichen Übungsflugverbotes prüfen”, erklärt Elisabeth Solty abschließend in ihrer Stellungnahme.