Geilenkirchen: Autos kommen nicht mehr auf den Friedhof

Geilenkirchen: Autos kommen nicht mehr auf den Friedhof

Seit Wochen wird der städtische Zentralfriedhof in Geilenkirchen abgeschlossen. Zuvor hatte sich ein reger Fahrzeugtourismus entwickelt, der darin gipfelte, dass selbst Menschen, die nicht gehbehindert sind, oder Personen, die nur ein paar Blumen anbrachten, mit dem Auto bis vor das Grab ihrer verstorbenen Angehörigen fuhren.

Deshalb kam es immer wieder zu Beschädigungen der mit Gras eingesäten Flächen oder auch von Grabeinfassungen. Dem hat die Stadt nun ein Ende gesetzt, indem das Tor zum Friedhof von der Straße „An der Vogelstange” abgeschlossen bleibt, nur ein fußweg ist offen. Bei Christian Kravanja (Freie Bürgerliste) hatten sich nun Menschen, die aufgrund ihres Alters Probleme haben, die teilweise schweren Säcke mit Erde zu den Gräbern zu schleppen, gemeldet.

Kravanja fragte in der Haupt- und Finanzausschusssitzung, ob dieser Personenkreis den Schlüssel für das Tor bei der Stadt abholen könnte um ihn nach der Arbeit am Grab wieder zurückzubringen. Michael Kappes (CDU) verwies darauf, dass seit langem auf dem Friedhof in Immendorf ein Versuch mit Schubkarren laufe, der von allen gut angenommen werde. Die Schubkarre kann gegen ein Pfand mitgenommen und wieder zurückgebracht werden.

Bürgermeister Thomas Fiedler versprach, sich der „Friedhofsangelegenheit” anzunehmen und entsprechende Überlegungen zu tätigen. Die Idee von Christian Kravanja „Schlüssel gegen Pfand” könnte beispielsweise eine der Lösungen sein.

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