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Geilenkirchen: Auto als großer „Wasserschlucker”

Geilenkirchen : Auto als großer „Wasserschlucker”

Ohne Wasser, dem Lebensmittel Nummer eins, wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich.

Mit der für die Menschen unverzichtbaren Flüssigkeit beschäftigte sich jetzt die Klasse 9a des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen.

Klassenlehrer Robert Jansen hatte im Erdkunde-Unterricht ein Projekt unter globalen Gesichtspunkten mit Einbeziehung regionaler Aspekte vorgegeben.

Der Kreativität der 23 Schülerinnen und Schüler waren dabei keine Grenzen gesetzt, und so setzten die Jugendlichen, eingeteilt in sechs Gruppen, schnell ihre Ideen in die Tat um.

„Wir haben bei unseren Recherchen herausgefunden, dass ein Supermarkt in der Innenstadt jährlich 350.000 Euro nur mit Mineralwasser umsetzt”, erzählt Klassensprecher Daniel Koch.

Mit Verweis auf die Internetseite von „Greenpeace” ermittelten die Gymnasiasten, dass für die Herstellung eines Autos die unvorstellbare Menge von insgesamt 380.000 Liter Wasser benötigt wird. Beeindruckt waren die Pennäler von der Kläranlage des Wasserverband Eifel-Rur in Flahstraß.

Hier erlebten sie die verschiedenen Stufen der biologischen Wasseraufbereitung. Von den Mitarbeitern der Kläranlage erfuhren die Schüler, dass die durchschnittliche tägliche Abwasserproduktion eines Bundesbürgers bei 129 Litern und die jährliche Abwasserproduktion in Geilenkirchen bei 1.435.000 Kubikmetern liegt, was immerhin knapp anderthalb Milliarden Litern entspricht.

Sieben Grundbrunnen

Ein Besuch beim Verbandswasserwerk Gangelt in Niederbusch, das für die Trinkwassergewinnung in und um Geilenkirchen zuständig ist rundete die Recherchen der „Ursulaner” ab.

Das Wasserwerk mit Verwaltungssitz seit kurzem in Niederheid verfügt über sieben Grundbrunnen, wobei generell aus vier Brunnen gefördert wird. Das Grundwasser wird mit Sauerstoff angereichert und durchläuft einen Filtervorgang.

Nach einer Qualitätsprüfung gelangt es als reines, weiches Trinkwasser zum Verbraucher. „Mit 125 Liter Wasserverbrauch pro Kopf und Tag liegt der Wert seit Jahren etwa konstant”, wussten die Schüler der 9a zu berichten.

Und das Verbandswasserwerk gäbe pro Jahr 3,5 Millionen Kubikmeter Frischwasser ab. Nachdem die jungen Frauen und Männer derart imposante Zahlen „verarbeitet” hatten, standen noch Besuche in Frei- und Hallenbädern sowie Badeseen der Region an.

Bei dem Projekt „Wasser” ließen sie aber auch nicht die globalen Aspekte außer Acht, mit Wasserknappheit oder Verschwendung von Ressourcen.