Geilenkirchen: Ausstellung „Was heißt hier Frieden?!” eröffnet

Geilenkirchen: Ausstellung „Was heißt hier Frieden?!” eröffnet

Frieden, Versöhnung, Völkerverständigung - nicht jeder denkt gleich daran, wenn er vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hört. Doch Präventions- und Aufklärungsarbeit hat sich der gemeinnützige Verein als oberstes Ziel auf die Fahne geschrieben.

„Wir leisten uns eine sehr intensive Bildungsarbeit, obwohl wir uns nur aus Spenden finanzieren”, sagt Martin Gadow, Bezirksgeschäftsführer Köln-Aachen.

Die Wanderausstellung „Was heißt hier Frieden?!” des Vereins macht nun Station in der Pausenhalle des St.-Ursula-Gymnasiums. Dort ist sie bis Ende Mai zu sehen. Auf 48 Tafeln zeigt die Ausstellung, wie Gewalt und Kriege entstehen, welche Folgen Kriege für die Zivilbevölkerung und Soldaten haben. Einzelschicksale machen das Thema konkret. Aufgelockert werden die Tafeln durch kleine Cartoons. Auch sie drehen sich um das Thema Krieg und Frieden.

Politisches Desinteresse

Mit der Ausstellung will der Volksbund Schüler und Lehrer anregen, sich mit Gewalt und Krieg, Gedenken, Versöhnung und Verständigung auseinanderzusetzen. Frieden und Demokratie sind immer dann in Gefahr, wenn politisches Desinteresse, Gewaltbereitschaft und Fremdenfeindlichkeit nicht als Gefahren erkannt und angesprochen werden. „Wir möchten erreichen, dass Vorurteile gegenüber anderen Menschen gar nicht erst aufkommen”, sagt Martin Gadow.

Aufgestellt sind die Schautafeln in der Pausenhalle des Ursula-Gymnasiums. Damit, so sagt Gadow, sind sie für jeden direkt sichtbar und machen die Schüler neugierig, sie anzuschauen. Mit Schulleiter Matthias Küsters und Bürgermeister Thomas Fiedler eröffnete Gadow die Ausstellung. Küsters betont: „Es ist wichtig zu erinnern, damit Kriege nicht mehr stattfinden.” Umrahmt wurde die Veranstaltung musikalisch vom Schulorchester.