Geilenkirchen: Ausstellung des Vereins „GK Kulturgut!“

Geilenkirchen : Ausstellung des Vereins „GK Kulturgut!“

Ein Thema, zwölf Künstler und 26 Werke — wer in diesen Tagen das Haus Basten betritt, wird sich nicht nur auf unterschiedliche Interpretationen des Themas „Statt — Stadt — Gestern — Heute — Morgen“ einlassen müssen, sondern auch auf unterschiedlichste Handschriften in sehr verschiedenen Ausdrucksformen der beteiligten Künstler.

Die erste diesjährige Ausstellung des Vereins „GK Kulturgut!“, der sich unter anderem für die Förderung des allgemeinen Interesses an Kunst und Kultur sowie der Schaffung von Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Künstlern und Interessierten einsetzt, widmet sich traditionell den künstlerisch aktiven Vereinsmitgliedern. Insgesamt präsentieren sich 26 Gemälde, Fotografien und Skulpturen zum Großthema „Stadt“.

Beteiligt sind die Künstlerinnen und Künstler Willi Arlt (Skulpturen), Herbert Aretz (Aquarell), Henriette Echghi-Ghamsari (Acrylmalerei), Erika Giegla (Acrylmalerei), Christoph Grundmann (Polaroid), Dagmar Hiltenkamp (Acrylmalerei), Volkhard Papenberg (Fotografie), Nadine Reinhardt (Foto-Kleidung), Karin Mailandt-Ritterbecks (Acrylcollagen), Karin Thiel (Acrylmalerei), Walter Verwoert (Collagen-Skulptur) und Horst Zocher (Fotokompositionen).

Freie Meinungsäußerung

Henriette Echghi-Ghamsari, Vorsitzende von „GK Kulturgut!“, begrüßte die zahlreichen Kunstinteressierten, die sich am diesem Vormittag auf den Weg zur Eröffnung gemacht hatten, um einen Blick auf das zu erhaschen, was die heimatverbundenen Kreativen geschaffen hatten. Auch Bürgermeister Thomas Fiedler freute sich über die zahlreichen Gäste und griff in seiner Begrüßung mit Verweis auf die Terror-Anschläge in Paris das für uns alltägliche Grundrecht auf freie Meinungsäußerung auf, welches sich eben auch in den Kunstwerken der Ausstellung zeige.

Im Anschluss daran führte die Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges fachlich in die Ausstellung ein und brachte den Betrachtern Arbeitsweisen und Interpretationsansätze der einzelnen Künstler näher. Im Rahmen des Themas hätten einige von ihnen auch ihre persönliche Zukunftsvision der Stadt Geilenkirchen festgehalten, teils in positiven, leuchtenden Farben, teils aber auch gedeckt und zurückhaltend.

Die Kunstexpertin war zusammen mit Dr. Dirk Tölke und Stefan Starek auch für die Auswahl der Bilder für die gegenwärtige Ausstellung verantwortlich. Abhängig von Räumlichkeit, Größe und Art der Werke wurde die Wahl für die nun zu bewundernde Kunst getroffen.

Nicht nur Bewohner aus Geilenkirchen und Umland konnten sich an diesem Tag für die Bilder, Skulpturen und Fotos begeistern. Wolfgang Schneidereit aus Rheine erkannte in den Werken die Vielfältigkeit Geilenkirchens wieder, die er bereits hier erlebt hat. Sein persönlicher Liebling sei die Fotokomposition mit Flugzeugen von Hans Zocher, „weil ich früher Pilot war“ lachte er und warf danach einen Blick auf Herbert Aretz Zukunftsvision der Geilenkirchener Innenstadt. „Die Ausstellung vermittelt ein gutes Bild der Stadt.“