Gangelt: Ausgelassene närrische Frauen von St. Nikolaus

Gangelt: Ausgelassene närrische Frauen von St. Nikolaus

Die Frauen von St. Nikolaus präsentierten sich im Saal der Via Nobis GmbH närrisch. Der bunte Nachmittag lockte viele Senioren an, die schöne Karnevalsaufführungen sahen. Mit italienischen Liedern sangen die Damen sich warm ums Herz, dann waren die Ladies zu großen Taten bereit.

Zuerst stand Oberbruder Thomas Hoff in der Bütt und überraschte alle: Er machte sich in seiner Büttenrede auf den Weg ins Weiße Haus nach Washington. Hier traf er den neuen amerikanischen Präsidenten Donald, der dann selbst vor dem Herrgott polterte: „Ich glaub, Du sitzt auf meinen Stuhl.“

Und im Weißen Haus bimmelten ständig die dauernd laufenden Lügendektoren, auch als Donald rief: „Wo ist mein Sohn?“ Diese Rede war ein glänzender Einstieg. Dass der Gangelter Kahnweiher nicht nur Fische verbirgt, erlebte ein Angler. Zunächst hing Ortsvorsteher Gerd Schütz an der Angel.

Der große Wurf gelang jedoch, als er eine Meerjungfrau an der Angel hatte. Die Schönheit aus den Meerestiefen fragte ihn dann nach seinen Wünschen. „Ich hätte gerne eine Frau, die 20 Jahre jünger ist“ rieb sich der Fischer die Hände und sein Wunsch wurde prompt erfüllt. Wobei seine Gattin im Alter blieb, der Fischer alterte blitzschnell um 20 Jahre. Ein sehr gelungener Sketch mit herrlichem Bühnenbild.

Die Tanzgarde der Muhrepenn begeisterte die Senioren und erhielt viel Applaus. Die jecken Themen waren recht vielfältig: Beim Schützenfest in Gangelt hatte das Trommler- und Pfeiferkorps bei brütender Hitze viel Durst, jedoch dauerte es lange bis es „Kühles“ gab.

Und am Freitag den 13. so erfuhren die Narren, sollte man auf die Ratschläge der Mutter hören. Und wenn dann noch die schwarze Katze durchs Wohnzimmer läuft, dann bleibt man lieber auf dem Stuhl sitzen und bewegt sich nicht.

Das Bühnenprogramm bestand fast schon aus Theateraufführungen. Der Vorhang öffnete sich 15 Mal an diesem Tag. Die KG Muhrepenn schaute vorbei und brachte weitere Stimmung. Gemeinsam standen alle Teilnehmer im Finale auf der Bühne.

(agsb)
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