Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen: Sanierung kostet mehr

Anita-Lichtenstein-Gesamtschule : Sanierung kostet eine Million mehr

Schon der erste Bauabschnitt zum Umbau und zur energetischen Sanierung der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen wird nach derzeitiger Planung 1.126.000 Euro teurer als im Haushalt für dieses Jahr einkalkuliert.

Dies geht aus der Vorlage hervor, die das Amt für Stadtbetrieb und Wirtschaftsförderung unter Leitung von Gort Houben für die nächste Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses erarbeitet hat. Die Sitzung findet am kommenden Dienstag, 18 Uhr, im großen Sitzungssaal statt.

Bereits im April 2017 hat der Geilenkirchener Stadtrat einen Beschluss über die Verwendung der Mittel aus dem Programm „Gute Schule 2020“ gefasst. Mit diesem Programm will das Land Nordrhein-Westfalen die Schulinfrastruktur stärken, Geilenkirchen erhielt im März 2017 eine Zusage über 2,1 Millionen Euro aus diesem Programm. Ein Teil des Geldes sollte laut Beschluss des Stadtrates in den Umbau und in die energetische Sanierung der Gesamtschule fließen.

Die Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich auf 3.616.000 Euro, 1.490.000 hatte Kämmerer Daniel Goertz für dieses Jahr in den städtischen Haushalt eingeplant. Eine weitere Million Euro ist bereits für 2020 im Haushalt festgelegt. Jetzt allerdings wird der erste Bauabschnitt wesentlich teurer als geplant, so dass 1.126.0000 Euro im Rahmen des noch zu beratenden Nachtragshaushaltes zur Verfügung gestellt werden müssen.

„Durch die zwischenzeitlich enorm gestiegenen Baukosten hat sich das Projekt deutlich verteuert. Die Situation in der Bauwirtschaft muss zurzeit als gesättigt bezeichnet werden, mit der Folge, dass Firmen nicht oder nur zu deutlich höheren Preisen die Ausführung der einzelnen Gewerke anbieten“, begründet Houben die höheren Kosten. Gleichzeitig sei festgestellt worden, dass umfangreiche Schad-
stoffbeseitigungen erforderlich sind. „Nach Feststellungen des beauftragten Fachinstituts liegen zwar nachweislich keine Gesundheitsgefahren für die Gebäudenutzer vor. Im Rahmen von Sanierungsarbeiten ist diese Problematik jedoch zwingend aufzugreifen, die vorgefundenen Schadstoffe sind unter Einhaltung der einschlägigen Schutzvorschriften auszubauen und ordnungsgemäß zu entsorgen.“

Wie Geilenkirchens Beigeordneter Herbert Brunen auf Anfrage erklärt, wird der zweite Bauabschnitt zum Umbau der Gesamtschule ab Herbst geplant, so dass dann die gestiegenen Baukosten einkalkuliert würden. Die zweite Bauphase startet im nächsten Jahr, anschließend gibt es noch einen dritten Bauabschnitt.

Nicht nur die Pläne für die Sanierung der Gesamtschule werden am kommenden Dienstag vorgestellt. Auch die Planungen zum Neubau eines Kindergartens an der Martin-Heyden-Straße und zur Erweiterung des Kindergartens an der Straße „Im Gang“ in Bauchem werden vom Architekten präsentiert. Auch die Kosten für diese beiden Maßnahmen müssen durch den Nachtragshaushalt finanziert werden. Die Kosten für den Kita-Neubau an der Martin-Heyden-Straße werden auf 2,8 Millionen Euro geschätzt, die Erweiterung der Kita „Im Gang“ wird etwa 1,15 Millionen Euro kosten.

Der Neubau einer Turnhalle mit Klassenraum und Verbindungstrakt auf dem Grundstück der GGS Gillrath wird ebenfalls wieder Thema sein. Den Bau dieser Turnhalle hat der Stadtrat vor zwei Jahren beschlossen. Die aktuellen Pläne zum Neubau und zur Umgestaltung des Außengeländes wird der Architekt vorstellen. Die Gesamtkosten der Turnhalle von 1.310.000 Euro sind laut Verwaltungsvorlage in den Haushaltsplänen für 2019 und 2020 einkalkuliert worden. Aber auch für dieses Projekt muss der Nachtragshaushalt bemüht werden: Hier müssen rund 300.000 Euro für die Errichtung des Klassenraumes und des Verbindungstraktes und 150.000 Euro für die Neugestaltung des Pausenhofes eingeplant werden.

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