1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Friedhofsschändung in Geilenkirchen: Angeklagter erkrankt, Prozess vertagt

Friedhofsschändung in Geilenkirchen : Angeklagter erkrankt, Prozess vertagt

Ein Prozess mit vielen Verzögerungen: Im Fall der mutwilligen Zerstörung von jüdischen Grabmalen in Geilenkirchen konnte heute kein Urteil gesprochen werden.

Im Prozess um die Schändung des jüdischen Friedhofes in Geilenkirchen hat das Amtsgericht am Dienstag noch kein Urteil sprechen können. Grund ist eine am Montag kurzfristig attestierte Erkrankung eines der beiden Angeklagten. Der Rechtsextremist befindet sich seitdem in Corona-Isolation. Das Attest ging jedoch am Amtsgericht Geilenkirchen erst kurz nach Beginn des angesetzten Verhandlungstermins am Dienstagmorgen ein.

Richter Thomas Schönig hat deswegen nun für den 23. Juni einen neuen Verhandlungstag terminiert. Dann könnte das Urteil gesprochen werden. Sollte der Angeklagte bis dahin nicht genesen oder weiter in Isolation sein, würde der Prozess – wie schon einmal im Herbst 2021 – erneut ganz platzen.

Für das Verfahren wäre das der Super-GAU, denn der Prozess müsste in einem solchen Fall nach wiederholten Verzögerungen seit Mitte letzten Jahres wieder ganz von vorne beginnen.