Andalusien-Vortag der Europa-Union Geilenkirchen

Andalusien-Vortrag : Von Gibraltar bis zum Rio Tinto

Zum zweiten Teil des Andalusien-Vortrags „Von Granada bis Gibraltar“ lädt die Europa-Union Geilenkirchen Mitglieder und Gäste ein.

Der Lichtbildervortrag findet am Freitag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr in Haus Basten, Konrad-Adenauer-Straße (Eingang: Holzmarkt), statt. Referent ist Gerd Braun aus Übach-Palenberg. Der Eintritt ist frei.
Der zweite Teil des Andalusien-Vortrags beginnt mit Gibraltar. Gibraltar ist eine britische Enklave im Süden der Iberischen Halbinsel. Bekannt ist Gibraltar durch seine tierischen Bewohner, die Berberaffen, deren „Wohnstätte“, der Felsen von Gibraltar, weithin sichtbar ist.
Nächste Station ist Tarifa, die südlichste Stadt Spaniens, die einen
Blick auf den afrikanischen Kontinent gestattet. Die Straße von Gibraltar, hier 14 Kilometer breit, galt übrigens in der Antike als „Das Ende der Welt“.

Die älteste Stadt

Die Hauptstadt der Provinz Cádiz in der autonomen Region Andalusien ist Cádiz, mit knapp 120.000 Einwohnern eine der ältesten Städte in Westeuropa.

Die Altstadt liegt auf einer neun Kilometer langen Landzunge. Der Sage nach soll Herkules die Stadt gegründet haben. Zahlreiche Eroberer, die die Stadt beherrschten, haben hier ihre Spuren hinterlassen. Das imponierendste Gebäude ist die mächtige, doppeltürmige Kathedrale.

Die größte Stadt Andalusiens ist Sevilla. Die Altstadt ist ein Labyrinth enger Gassen. Die gotische Kathedrale von Sevilla beherbergt das Grabmal von Christoph Kolumbus und die 95 Meter hohe Giralda, ein zum Glockenturm umfunktioniertes Minarett, das Wahrzeichen der viertgrößten Stadt Spaniens. Diese gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten reihen sich aneinander. Kaum eine andere Stadt hat so oft als Opernkulisse gedient wie Sevilla. Sevilla gilt als Ursprungsort der Tapas, kleiner, kalter oder warmer Häppchen, die immer zusammen mit einem alkoholischen Getränk gereicht werden, und ist die Wiege des Flamenco.
Der berühmteste Wallfahrtsort Andalusiens ist El Rocío. Alljährlich am Pfingstsamstag kommen tausende Pilger in das von Staubstraßen durchzogene Dorf, um die „Blanca Paloma“, eine weiße Madonnenfigur, zu verehren.

El Rocío wäre eine perfekte Kulisse für einen Westernfilm. Die Wallfahrer kommen traditionell mit Planwagen, zu Pferde oder mit
Kutschen in Caballero-Tracht oder Flamencokleidern.

Ein geschichtsträchtiger Ort ist Palos de la Frontera am Rio Tinto. Von hier brach Christoph Kolumbus 1492 zur Entdeckung der Neuen Welt auf.

Die Kirche und das Brunnenhaus zeugen von dieser großen Zeit. Bei den Mönchen im Kloster „La Rabida“, fand Kolumbus Unterstützung für seine Entdeckerfahrten. Hauptattraktion sind die Nachbauten der drei Karavellen „Santa Maria“, „Pinta“ und „Nina“.