Geilenkirchen: Am St.-Ursula-Gymnasium entsteht ein Neubau für 3,3 Millionen Euro

Geilenkirchen: Am St.-Ursula-Gymnasium entsteht ein Neubau für 3,3 Millionen Euro

Das Bischöfliche Gymnasium St. Ursula erhält einen Neubau auf dem Schulgelände in der Geilenkirchener Innenstadt. Der Neubau wird im kommenden Jahr dort errichtet, wo bisher eine der roten „Baracken“ stand, die seit 45 Jahren als Provisorium die Zeit überdauert haben, also in unmittelbarer Nähe der Wurm zwischen Kreissparkasse auf der einen und altem Schulgebäude auf der anderen Seite.

Olaf Windeln ist Referent für Schulplanung und Schulentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat Aachen. Windeln: „Wir haben die Schülerzahlen über Jahre im Blick gehabt, und sie sind stabil geblieben.“

Der Gedanke, auf die „Baracken“, die derzeit fünf Klassenräume beherbergen, vielleicht einmal verzichten zu können, hat sich mit den stabilen Schülerzahlen erledigt. Olaf Windeln: „Der Neubau ist auch ein deutliches Zeichen dafür, dass wir am Schulstandort festhalten.“

Das Bauvorhaben mache die Neuausrichtung des Gymnasiums nach innen und außen sichtbar. Transparenz ist das Stichwort, das Architekt Arthur Stefelmanns in seine Planungen hat einfließen lassen. Der Architekt aus Geilenkirchen war sich seiner Verantwortung bewusst, dass das Schulgebäude auch den städtebaulichen Charakter der Schule beeinflussen wird. Ihm ist eine schöne Kombination aus Klinkern auf der einen Seite und viel Glas auf der anderen Seite gelungen.

Städtebauliche Verbesserung

Die Klinker entsprechen denen des Altbaus und verweisen mit ihrer lebendigen Struktur auch auf den historischen Bauplatz, den Standort der Geilenkirchener Burg. Die dominierende Glasfassade ist das Bindeglied in die Gegenwart.

Die Digitalisierung im Gymnasium schreite mit großen Schritten voran, wie Schulleiter Jürgen Pallaske zufrieden in Bezug auf einen Schwerpunkt der Neuausrichtung seiner Schule feststellen konnte. Das zweistöckige, barrierefreie Gebäude mit sechs Klassenzimmern wird insgesamt rund 180 Schülern Platz bieten und Raum für Toilettenanlagen und Büro zur Verfügung stellen.

Peter Schumacher von der Abteilung Technische Verwaltung im Bischöflichen Generalvikariat sieht durch den Neubau auch eine städtebauliche Verbesserung für den Kernbereich der Geilenkirchener Innenstadt gegeben. Oberstudiendirektor Jürgen Pallaske: „Das neue Gebäude wirkt durch die vielen Glaselemente transparent, freundlich und hell. Das passt wunderbar zum Gymnasium St. Ursula.“

Der Baubeginn ist nach vorbereitenden Arbeiten zu Beginn des nächsten Jahres für März 2018 geplant, der Schulbetrieb in dem neuen Gebäude soll dann zum Schuljahr 2019/ 2020 starten. Die Investitionskosten für den Neubau werden sich nach derzeitigen Planungen auf rund 3,3 Millionen Euro belaufen.

1164 Schüler

Am Bischöflichen Gymnasium St. Ursula werden derzeit 1164 Schülerinnen und Schüler von 93 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Abriss der Gartenhäuser und Errichtung des Neubaus sind so terminiert, dass der Schulalltag reibungslos weiterlaufen kann.