1. Lokales
  2. Geilenkirchen

Gangelt-Schierwaldenrath: Alter Charme trifft auf neueste High-Tech-Fahrzeuge

Gangelt-Schierwaldenrath : Alter Charme trifft auf neueste High-Tech-Fahrzeuge

Natürlich sind wieder viele Kinder mit der festen Überzeugung „Ich will Lokführer werden” zum Pfingstdampf bei der Selfkantbahn angereist. Nicht wenige haben aber grübelnd nach Stunden das Gelände wieder verlassen.

„Oder soll ich doch Feuerwehrmann werden”, wurde plötzlich das so klar geglaubte Weltbild erschüttert. Zu Pfingsten sind auch immer Oldtimer am Bahnhofsgelände in Schierwaldenrath zu sehen.

Neben Traktoren und Pkw waren diesmal historische Blaulichtfahrzeuge zu sehen. Viele von denen waren Sonderfahrzeuge, die man nur selten auf den deutschen oder europäischen Straßen gesehen hat. Entsprechend groß war das Interesse der Kenner dieser Fahrzeuge.

Und so manchem zweifelndem Knirps war schnell klar, dass er für Papa nicht nur bei der historischen Eisenbahn als Alibi herhalten musste. Das älteste Fahrzeug vor Ort war eine Handdruckspritze aus dem Jahre 1875. Nicht weit entfernt stand die neueste Errungenschaft der Feuerwehrtechnik, ein Flugfeld-Löschfahrzeug der Awacs-Feuerwehr.

Hier hätte sich wohl niemand ernsthaft gewundert, wenn in dem von imposanten Reifen getragenen High-Tech-Fahrzeug auch noch ein Hubschrauber Platz gehabt hätte. Einen Alt-Neu-Vergleich gab es auch bei den Krankentransportern. Der Johanniter Versorgungszug Aachen-Heinsberg war nicht nur mit seiner Gulaschkanone angereist, sondern auch moderne Fahrzeugtechnik.

Dem gegenüber stand ein amerikanischer Buick-Krankentransporter von 1968, der nicht nur wunderschön, sondern auch äußerst geräumig war. Während die „Regenwalde” und die „Schwarzach” für die Kenner der Schmalspurszene ihre Züge in immer neuen Fahrzeug-Zusammenstellungen zwischen Schierwaldenrath und Gillrath hin- und herzogen, konnten die Besucher während der kurzen Schlechtwetterperioden all das, was dann draußen im Regen stand und fuhr, drinnen in der Museumshalle in Miniatur besichtigen.

Selbstverständlich findet man dort einen Nachbau der Selfkantbahn, ebenso wie imponierende Dampfmaschinen, die die Technik der „Regenwalde” und der „Schwarzach” im Kleinen nutzen. Wie immer hatten die Selfkantbahner sich für die Feiertage eine Besonderheit einfallen lassen: Alle Geburtstagskinder hatten frei Fahrt mit der Bahn.